8.08.2019 10:28
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Tiertransport
AUS:Exportverbot für lebende Schafe
Das Landwirtschaftsministerium in Australien hat das Ausfuhrverbot für Schafe während der heissen Sommermonate in den Mittleren Osten verlängert.

Wie das Agrarressort vergangene Woche mitteilte, wird die ursprünglich von Juni bis August geltende Regelung um drei Wochen bis zum 22. September ausgedehnt.

Höheres Risiko für Schafe

Es gebe Hinweise darauf, dass das Risiko für Hitzestress bei Transporten in den ersten drei Septemberwochen vergleichbar oder höher sei als im Juni, erläuterte das Ministerium. Zudem seien Schafe, die in diesem Zeitraum das Land verliessen, an die kühleren australischen Temperaturen gewöhnt und daher weniger hitzetolerant als Tiere, die in den australischen Sommer- oder Herbstmonaten ausgeführt würden.

In der Vergangenheit hatte es bei der Verschiffung von Schafen wiederholt Tierschutzverletzungen gegeben, bei denen viele Tiere aufgrund von Hitzestress verendet waren. Das Ministerium betonte, dass bei Wiederaufnahme des Handels Ende September die zuvor gültigen Tierschutzbestimmungen eingehalten werden müssten. Dazu gehören unter anderem ein Managementplan für Hitzestress und die Überprüfung der Frischluftzufuhr im Schiff.

Generalinspektor für Lebendtierexporte 

Zudem gebe es Vorschriften für die Besatzdichte, und bestimmte Umweltdaten,wie die Temperaturen, müssten an die zuständige Stelle gemeldet werden. Das Ministerium wies darauf hin, dass sich die Vorschriften des Ausfuhrverbots nur auf das Jahr 2019 bezögen. Die künftige Regulierung der Ausfuhr lebender Schafe in oder durch den Nahen Osten werde erst nach einer Folgeabschätzung beschlossen.

In der vergangenen Woche gab das Agraressort in Canberra zudem bekannt, dass es zukünftig einen unabhängigen Generalinspektor für Lebendtierexporte geben werde. „Der Generalinspekteur wird die Regulierung der Lebendausfuhren durch das Landwirtschaftsministerium überwachen und die Transparenz des australischen Systems der Viehausfuhren erhöhen“, erklärte Agrarressortchefin Bridget McKenzie. Die Australier und die Industrie müssten sich auf eine unabhängige Exportregulierung verlassen können.

Die Hauptaufgabe des Generalinspektors bestehe darin, die Systeme und Prozesse bei der Viehausfuhr zu überprüfen. Das umfasse auch Ausfuhrgenehmigungen für Nutztiere, die Einhaltung von Vorschriften und freiwilligen Vereinbarungen sowie die Kontrolle des Systems für die Lieferkette und die Absicherung von Exporteuren.

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