22.05.2017 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/AgE
TVD
Bundesrat will Schafe in TVD
Schweizer Nutztiere werden in der Tierverkehrsdatenbank verzeichnet. Während bei Rindern alle Geburten, Standortwechsel oder Schlachtungen eingetragen sind, ist bei Schafen nur die Identität registriert. Das soll sich ändern.

Der Berner SVP-Nationalrat Andreas Aebi verlangt mit einer Motion für Schafe die gleichen Vorgaben wie für Rinder und Pferde. Das stelle die Rückverfolgbarkeit von Schweizer Schaffleisch sicher und stärke das Vertrauen der Konsumenten, heisst es in der Begründung. Der Bundesrat ist bereit, den Auftrag entgegenzunehmen, wie er am Donnerstag bekannt gab.

Derzeit werden in der Schweiz etwa 350'00 Schafe gehalten. In der Tierverkehrsdatenbank werden bereits seit dem Jahr 2000 Geburten, Standortwechsel und Schlachtungen von Rindern registriert; bei Schafen wird dagegen nur die Identität festgehalten. Im Jahr 2011 war in der Tierverkehrsdatenbank die Registrierungspflicht auf Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel ausgeweitet worden. Außerdem werden seitdem die Zugänge von Schweinen sowie deren Schlachtungen erfasst.

Ein weiterer Ausbauschritt erfolgte 2014 mit der Registrierung der Schaf-, Ziegen- und Geflügelschlachtungen. Seit 2016 müssen zudem die Einstallungen von Geflügel gemeldet werden. Nach Angaben des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) sollen diese Maßnahmen im Zusammenhang mit der Tierrückverfolgbarkeit den Veterinär- und Lebensmittelbehörden die Möglichkeit bieten, im Ernstfall rasch angemessene Schritte einzuleiten. Die Daten in der Datenbank würden außerdem für den Vollzug der landwirtschaftlichen Gesetzgebung verwendet, so zum Beispiel für die Zuteilung der Fleischimportkontingente aufgrund der Schlachtzahlen, für die Ausrichtung von Beiträgen an die Kosten der Entsorgung von tierischen Nebenprodukten oder für die Ausrichtung der tierbezogenen Direktzahlungen.

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