24.07.2014 18:44
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Wallis
„Herdenschutzhunde schaden Tourismus“
Wölfe machen die Schweizer Alpen unsicher. Aus diesem Grund werden immer mehr Schafherden von Hunden beschützt. Aus Angst vor Bissen haben Bergführer bereits Touren abgesagt.

Gemäss der Beratungsstelle Agridea werden ungefähr 200 Herdenschutzhunde auf Schweizer Alpen eingesetzt. Diese kommen zum Einsatz, weil seit Ende der 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts der Wolf in die Alpenrepublik zurückkehrte. In diesem Jahr häuften sich die Risse von Wölfen wieder. Isegrim tötete in Glarus, Schwyz, Wallis und anderen Kantonen Schafe und Ziegen.

Doch mit der Zunahme der Anzahl Herdenschutzhunde auf den Alpen häufen sich auch die Zwischenfälle mit Wanderer. Agridea spricht von höchstens zehn Bissen pro Jahr. Wie die Beratungsstelle gegenüber 20min.ch erklärte, wurden 2014 vier Wanderer und ein Halter verletzt.

Das Onlineportal berichtet, dass im Obergoms die Bergwanderer die Hune als Bedrohung wahrnehmen. Gemäss Bergführer Fredy Egel wurden die Touristen durch das laute Gebell eingeschüchtert. „Ich selbst habe in den Bergen schon so einiges gesehen, aber wenn so ein riesiges Tier mit offenem Maul auf einen zuprescht, fällt es auch mir schwer, noch cool zu bleiben“, erklärt Egel.

Die Hunde seien für ihn ein Problem. Die Hunde schaden dem lokalen Tourismus, ist er sich sicher. Inzwischen könne er einige Routen nicht mehr benützen, weil dort Schutzhunde eingesetzt werden, so sein Egels Fazit.

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