Mittwoch, 1. Dezember 2021
31.03.2021 13:17
Krankheiten

Moderhinke schweizweit bekämpfen

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Von: sda

Der Bundesrat will koordiniert gegen die schmerzhafte Klauenkrankheit «Moderhinke» bei Schafen vorgehen. Er hat die Krankheit deshalb als eine «zu bekämpfende Seuche» in die Tierseuchenverordnung (TSV) aufgenommen. 

Jedes sechste Schaf (70’000 Tiere) sei von der bakteriellen Krankheit betroffen, bei der die Tiere wegen Entzündungen der Klauen oft kaum mehr gehen und nur noch auf den Knien fressen könnten, teilte das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mit. Für die Schafhalter bedeutet die Seuche hohe Behandlungskosten und tiefere Verkaufserlöse.

Bisher wurde die Moderhinke nur regional oder in einzelnen Betrieben bekämpft. Die Seuche kann jedoch nur mit einem schweizweiten Vorgehen wirksam eingedämmt werden. Die Moderhinke wird darum als «zu bekämpfende Seuche» in die TSV aufgenommen.

Mit einem schweizweiten Programm soll ab Oktober 2024 soll die Moderhinke nach höchstens fünf Jahren auf weniger als ein Prozent der Schafhaltungen begrenzt werden. Die Tierhaltenden beteiligen sich mit einem Beitrag von maximal 90 Franken pro Jahr und Schafherde an den Kosten des Programms.

Ausserdem müssen gemäss der TSV-Revision Geflügelhaltungen ihre Tiere vermehrt selber auf Salmonella-Infektionen untersuchen und die Tierhaltenden werden verpflichtet, die Biosicherheit zu gewährleisten.

Moderhinke

Die Moderhinke ist eine bakterielle Klauenkrankheit der Wiederkäuer, die zu einer eitrigen Entzündung der Klauen führt. Vor allem bei Schafen ist sie heute noch verbreitet. Da Moderhinke stets mit hochgradigen Schmerzen einhergeht, stellt sie auch ein schwerwiegendes Tierschutzproblem dar. Die Tiere können nur noch unter grössten Schmerzen gehen und grasen typischerweise auf den Vorderknien ruhend oder liegend. Daraus resultieren häufig Abmagerung, Milchleistungsrückgang, verminderte Säugeleistung der Auen und schlechtere Gewichtszunahme von Lämmern. Die Folge davon sind wirtschaftliche Einbussen. 

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