Mittwoch, 29. September 2021
04.12.2019 13:30
Neuseeland

NZ: Mehr Schafe, weniger Milchkühe

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Von: AgE

In Neuseeland ist der Bestand von Schafen und Lämmern erstmals seit Jahren nicht mehr gesunken. Er blieb auf dem niedrigsten Niveau seit gut 80 Jahren weitgehend stabil. Der Milchkuhbestand hingegen ist leicht gesunken.

Nach vorläufigen Angaben des nationalen Statistikamtes hielten die Bauern zum 30. Juni 2019 insgesamt 27,39 Millionen Schafe. Das waren 90’000 Tiere oder 0,4 % mehr als zwölf Monate zuvor. Die für die weitere Bestands- und Produktionsentwicklung wichtige Zahl der weiblichen Muttertiere nahm binnen Jahresfrist allerdings ab, um 63 000 Stück beziehungsweise 1,1% auf 16,97Millionen Tiere.

Mehr Exporte nach China

Die Experten der Absatzorganisation „Beef + Lamb“ gehen davon aus, dass in dem bis Ende September laufenden Wirtschaftsjahr 2019/20 die Zahl der produzierten Lämmer mit 22,7 Millionen Stück um 2,4 % unter dem Vorjahresniveau bleiben wird. Die Schlachtungen für den Export sollen aber mit 18,9 Millionen Tieren nahezu stabil bleiben und für die Ausfuhr unverändert rund 355’000 t Schlachtgewicht (SG) zur Verfügung stehen.

Bei den Exportdestinationen haben sich bereits im vergangenen Wirtschaftsjahr deutliche Verschiebungen ergeben. So stiegen die Lammfleischlieferungen nach China von Oktober 2018 bis Juni 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 % auf 126’400 t, während der Absatz in die Europäischen Union – auch wegen der Unsicherheit durch den Brexit – stark rückläufig war.

Bestand bei Milchrindern leicht gesunken

Nach Angaben der EU-Kommission beliefen sich die Einfuhren aus Neuseeland in den ersten drei Quartalen 2019 auf 100’720 t. Das waren 22% weniger als in der Vorjahresperiode. Aufgrund der anhaltenden Nachfrage in China und den dort zu erzielenden Preisen dürften dieLammfleischlieferungen aus Neuseeland in die Gemeinschaft sich auch mittelfristig kaum erholen.

Wie Beef + Lamb weiter mitteilte, ist der Bestand an Milchrindern im Vergleich zum 30. Juni 2018 leicht gesunken, und zwar um 0,4% auf 6,36 Millionen Tiere. Dagegen nahm das dritte Jahr in Folge die Herde der Fleischrinder zu. Ende Juni gab es in dieser Produktionsrichtung den vorläufigen Daten zufolge 3,82 Millionen Tiere. Das waren rund 100’000 oder 2,6% mehr als zwölf Monate zuvor. Hierbei nahm der Bestand an Mutterkühen älter als ein Jahr allerdings um 1,4% auf 1,02 Millionen Stück ab. Die Erzeugung für den Rindfleischexport soll 2019/20 bei 642’000 t SG liegen und damit das Vorjahresniveau um 2% übertreffen.  

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