14.08.2015 17:07
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
Schafe mit Satellitensendern überwacht
Schafe der der seltenen Rasse Saaser Mutten werden ab kommenden Jahr auf den Alpen im Oberwallis mit Satellitensendern überwacht, nicht zuletzt aus Angst vor Dieben. 2014 machte das Verschwinden von rund 100 Saaser Mutten Schlagzeilen.

Für die Überwachung wird den Leitschafen der einzelnen Gruppen ein Senderhalsband angelegt, wie ProSpecieRara auf ihrer Webseite schreibt. Am Freitag berichteten das Portal 1815.ch und Schweizer Radio SRF über die Neuerung. Ein Versuch mit sechs Sendern ist in diesem Sommer gut verlaufen.

Die Schafe der Gemeinden Saas-Balen, Saas-Grund und Saas-Almagell weiden auf verschiedenen Saaser Alpen, wie Pro Specie Rara schreibt. Deshalb und auch, weil die Tiere im Sommer in den Gruppen blieben, in denen sie den Winter verbringen, sei es nicht möglich, sie gemeinsam zu behirten und zu überwachen.

Auf einer im Internet einsehbaren Karte sehen die Halter, wo sich das Leittier gerade befindet und wohin die Schafe sich bewegen. Sollen die Tiere kontrolliert oder ihnen Salz gebracht werden, muss der Besitzer nicht lange nach ihnen suchen. Doch die Sender haben noch einen anderen Zweck: Die Schafhalter sehen rasch, wenn sich ihre Herde in ein Gebiet aufmacht, das «in der Reichweite möglicher Langfinger liegt», wie ProSpecieRara schreibt. Letztes Jahr verschwanden 103 Saaser Mutten im Oberwallis von einer Alp. Sechs der Tiere wurden später in Italien gefunden.

Der Schaden beläuft sich auf über 40'000 Franken, was ungefähr 400 Franken pro Tier entspricht. Saaser Mutten gibt es gemäss Schätzungen nur noch 400 bis 500 Tiere.

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