5.02.2018 17:47
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Rumänien
Schafe stören Raketenabwehr-Basis
Die US-Soldaten haben mit einem tierischen «Feind» zu kämpfen. Rund 30 Meter vor dem Militärstützpunkt hausen 250 Schafe eines örtlichen Bauern in einem Aussenstall. Problematisch für das US-Militär: Die Schafe laufen der Umzäunung entlang und berühren diese. Die am Zaun angebrachten Sensoren werden so aktiviert.

Im südrumänischen Deveselu kämpft der US-Militärstützpunkt mit einem tierischen Gegner. Schafe aktivieren laufend die Sensoren der Militärbasis. Nun geht die Behörde gerichtlich gegen Schäfer vor. Dies ärgert das US-Militär, die NATO und die rumänische Regierung, wie die Salzburger Nachrichten berichten. Der 800 Millionen Dollar (750 Mio. Fr.) teure Raketenschutzschirm wurde erst im vergangenen Jahr in Betrieb genommen.

Der Bürgermeister der Gemeinde Stoienesti, Damian Alexandru, hat den Landwirt darauf hingewiesen, dass für Bauten im Umfeld eines Militärstützpunktes eine Mindestentfernung von vier Kilometern gelte.

Der Landwirt lässt sich aber nicht beeindrucken. Seine Stallungen habe er bereits 2008 errichtet, sagte Alexandru gegenüber rumänischen Medien. Dies ist lange bevor der Raketenabwehrschirm in Betrieb genommen worden ist. Bauer Dumitru Bleja ist aber bereit, seinen Stall zu räumen und  die Tiere umzusiedeln. Doch für den Aufwand will er mit 18'000 Euro (21'000 Fr.) entschädigt werden.

Das rumänischen Verteidigungsministerium und der Landwirt streiten sich seit drei Jahren. Die Behörden werfen ihm vor, keine Baugenehmigung für den Stall erhalten zu haben. Nun wird das Landgericht Olt entscheiden müssen, ob die Stallung abgebaut werden muss und ihr Inhaber Anspruch auf Entschädigung hat.

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