1.02.2016 09:04
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr
Wallis
Schafe verhungert
Ein Hobby-Schäfer aus dem Nikolaital liess seine Schwarznasen-Schafe verhungern. Jetzt wurde er vom Gericht verurteilt.

Ein 47-jähriger Mann aus dem Inneren Nikolaital sei Anfang 2016 von der Staatsanwaltschaft Oberwallis wegen Widerhandlungen gegen das Tierschutz- und das Tierseuchengesetz verurteilt worden, schreibt das Internetportal 1815.ch. Vor Gericht stand der Hobby-Schäfer, weil er im Winter und Frühling 2015 seine Schwarznasen-Schafe derart schlecht fütterte, dass drei Muttertiere und ein Lamm kläglich verendet seien.

Anfang Mai erschoss er mit einer sogenannten Kaninchenpistole zwei weitere Muttertiere. Sie waren so geschwächt, dass sie kurz vor dem Tod standen. Statt die Kadaver in der Tierkadaverstelle zu entsorgen, liess er diese in einem Gehege in der Stallung liegen. In diesem hielt der Schäfer noch einen lebenden Widder. Im Juli 2015 intervenierte das kantonale Veterinäramt und erwirkte ein sofortiges Tierhalteverbot für den Mann.  

Die Staatsanwaltschaft Oberwallis verurteilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 115 Franken, das entspricht 3450 Franken. Überdies muss der Mann eine Busse von 900 Franken und die Verfahrenskosten von 550 Franken bezahlen.

 

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