Dienstag, 28. September 2021
25.02.2018 16:52
Schafe

SSZV: Meichtry nicht abgewählt

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Von: Sibylle Hunziker

Mit 256 gegen 187 Stimmen lehnte die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Schafzuchtverbandes SSZV den Antrag von vier Vorstandsmitgliedern ab, Präsident Alwin Meichtry abzuberufen.

In einer langen und oft emotionalen Diskussion hatten Befürworter des Antrags den Führungsstil des Präsidenten kritisiert und gesagt, er stosse auch Partner des Verbandes vor den Kopf und schwäche ihn damit politisch.

Gegner des Antrags erklärten, mit seinen Methoden eines modernen Managements bringe Meichtry den Verband voran und habe in seinen drei Jahren im Amt schon qualitative Verbesserungen erreicht. Alle zusammen betonten, es sei nun wichtig, Ruhe in den Verband zu bringen.

Keinen Übergangspräsidenten

Ehrenpräsident German Schmutz schlug vor, zu diesem Zweck seinen Vorgänger Peppino Beffa als Übergangspräsidenten zu wählen. In der schriftlichen Abstimmung stimmten 256 der 446 anwesenden Delegierten gegen den Antrag und bestätigten damit Präsident Meichtry im Amt.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Hans-Ueli Baumgartner (Aargau) als Vertreter der Nordwestschweiz, sowie Rolf Rüfenacht, Präsident der Berner Schafzüchter. Da nicht alle Vakanzen besetzt werden konnten, gab die Versammlung dem Vorstand die Kompetenz, den Verband in reduzierter Besetzung zu führen.

„Gegner sitzen nicht in diesem Saal“

Weitgehend unbestritten waren die übrigen Geschäfte, und nach fünf Stunden kamen die Delegierten zu ihrem hart verdienten Mittagessen. Die Versammlung hatte mit versöhnlichen Appellen geendet. „Eure Gegner sitzen nicht in diesem Saal“, rief etwa der Walliser Ständerat Beat Rieder mit Blick auf den Wolf und die Kämpfe um die künftige Agrarpolitik.

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