16.07.2018 15:43
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
8'000 Schweine sterben in Flammen
In einem Maststall bei Rheine im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen sind am Sonntag haben rund 8'000 Schweine den Tod gefunden. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Grund dürfte eine technischer Defekt gewesen sein. -> Mit Video

Das Flammeninferno spielte sich kurz nach 12.30 Uhr ab. Die riesige Rauchsäule war kilometerweise weit zu sehen. Gemäss dem WDR waren ein grosser Schweinestall und ein Futtersilo in Brand geraten. Auf dem Betrieb waren insgesamt 12'000 Tiere in zwei grossen Gebäuden untergebracht. Diese zwei Liegenschaften wiederum sind in kleine Ställe unterteilt.

Als die Feuerwehr am Brandort eintraf, stand mehr als die Hälfte des Stalles in Vollbrand. Der Maststall ist 110 Meter lang und 64 Meter breit. Für die Löscharbeiten mussten lange Wasserleitungen gezogen werden. «Für die Tiere gab es keine Chance», sagte Einsatzleiter Peter Knebelkamp gegenüber agrarheute.com. Das Gebäude brannte völlig nieder und stürzte ein.

Ein zweiter, benachbarter Stall mit 4000 Schweinen konnten die Einsatzkräfte halten. Auch die Biogasanlage blieb unbeschädigt. Durch einen Stromausfall musste die Feuerwehr die Stromversorgung für die Hallenbelüftung aufrecht erhalten, bis Fachleute anrückten.

In unmittelbarer Nähe des brennenden Stalls befanden sich zwei Gastanks und zwei Silos. «Wir haben diese Objekte runtergekühlt», sagte Knebelkamp. Bei den Löscharbeiten beteiligten sich auch Bauern mit Güllefässern. Die Einsatzkräfte konnten ein Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Stoppelacker und ein Gerstenfeld verhindern. 

Die noch übrig gebliebenen Mauern des abgebrannten Stalles wurden niedergerissen, um die letzten Glutnester löschen zu können. Wie die Polizei am Montag bekannt gab, ist die Brandursache auf einen technischen Defekt zrückzuführen. Zur Höhe des Sachschadens wurden keine genauen Angaben gemacht. Er liege aber im Millionenbereich. Insgesamt standen rund 100 Einsatzkräfte im Einsatz.

Der Hof ist gemäss WDR ein Traditionsbetrieb und in der fünften Generation in Familienhand. Neben Ferkel- und Sauenaufzucht sowie traditionellem Ackerbau betreibt die Familie unter anderem aus eigenem Mist und Gülle eine Biogasanlage, die Strom für 1000 Haushalte erzeugen kann.

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