Sonntag, 7. März 2021
28.01.2014 17:08
Schweine

Afrikanische Schweinepest hat EU-Grenze überschritten

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Nachdem im Juni 2013 erstmals die Afrikanische Schweinepest (ASP) an der östlichen Grenze der EU aufgetaucht ist, hat sie diese nun überschritten. In Litauen wurden zwei Fälle bei Wildschweinen bestätigt.

Es handelt sich dabei um den ersten Fall einer Einschleppung des Virus aus Russland bzw. der transkaukasischen Region. Aufgrund der aktuellen Entwicklung sei eine erhöhte Aufmerksamkeit bei Tierhaltenden und Tierärzten erforderlich, teilt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) mit.

Ausbreitung im Osten seit 2007

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) kommt in zahlreichen Ländern im subsaharischen Afrika vor. Von den 1960er bis 1990er Jahren trat das Virus auch auf der iberischen Halbinsel auf, bevor es schliesslich ausgemerzt werden konnte. Kleinere Ausbrüche gab es unter anderem auch in den Niederlanden, Frankreich und Belgien. Seit 1978 ist der Virus endemisch in Sardinien vertreten.

Die aktuelle Ausbreitung im Osten geht vermutlich auf das Jahr 2007 zurück, als das Virus aus Afrika nach Georgien eingeschleppt wurde. Seither hat es sich an zahlreichen Orten im Kaukasus bei Wild- und Hausschweinen stark verbreitet.

Natürliches Erreger-Reservoir sind Warzenschweine

Natürliches Erreger-Reservoir der Afrikanischen Schweinepest im südlichen Afrika sind Warzenschweine, die jedoch selbst nicht erkranken. Übertragen wird das Virus durch die Lederzecke. Es kann in sämtlichen Körperflüssigkeiten und Geweben von infizierten Schweinen festgestellt werden und eine Ansteckung ist unter anderem über den Kontakt mit infizierten Schweinen und über die Aufnahme von Schweinefleisch oder Speiseabfällen möglich.

Aus diesem Grund kann sich das Virus auch dort verbreiten, wo keine Lederzecken vorkommen. Beim akuten Verlauf der Krankheit ist die Mortalität sehr hoch. Symptome sind oft hohes Fieber der Tiere, Atembeschwerden sowie Rötungen und Verfärbungen der Haut. Infiziert werden können sowohl Wild- als auch Hausschweine. Keine Gefahr stellt die Krankheit hingegen für andere Tiere und Menschen dar.

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