6.11.2019 15:05
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
Astronomisch hohe Schweinepreise
Der Anstieg der Schweinepreise in China infolge der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat sich im Oktober noch einmal deutlich beschleunigt. Sie durchbrechen nahezu täglich neue Rekordmarken.

Nationalen Marktbeobachtern zufolge erlösten Schlachtschweine vergangene Woche im Landesdurchschnitt 40,4 CNY/kg (5,70 Fr.) Lebendgewicht (LG). Bei einem Ausschlachtungsgrad von 79% entspricht das etwa einem Preis von 7,15 Fr./kg Schlachtgewicht (SG), drei Mal so viel, wie derzeit in Deutschland und fünf Mal so viel, wie in den USA gezahlt werden.

Vor einem Jahr lag das Preisniveau Ende Oktober noch bei 14,0 CNY/kg LG (2 Fr.). Die höchsten Preise für Schlachtschweine je Kilogramm Lebendgewicht wurden zuletzt in Südchina, und zwar in den Provinzen Guangdong und Sichuan mit jeweils rund 45 CNY (6,39 Fr.) gezahlt. Im Norden lagen sie etwas unter der Marke von 40 CNY (5,68 Fr.), im Süd- und Nordwesten mit den Provinzen Yunan, Guizhou beziehungsweise Xinjiang mit etwa 35 CNY (4,97 Fr.) landesweit am niedrigsten.

In der wichtigen Erzeugungsregion Shangdong hat sich das Lebendgewicht der zu schlachtenden Tiere zuletzt auf 140 kg erhöht, so dass bei dem dortigen Preis von 40 CNY/kg LG (5,68 Fr.) ein Schwein mehr als 770 Fr. einbringt. Tief in die Tasche greifen müssen auch die Käufer von Ferkeln, sie hatten zuletzt im chinesischen Landesmittel für ein Tier mit 15 kg umgerechnet 174 Fr. zu zahlen. Dabei reichte die Spanne von 147 Fr. in der Inneren Mongolei bis zu 231 Fr. in der Provinz Guangdong.

Verständlicherweise bleiben auch die Konsumenten nicht von dem kräftigen Preisauftrieb verschont. Dem nationalen Statistikamt in Peking zufolge mussten die Konsumenten im September im Vergleich zum Vorjahresmonat beim Schweinefleischeinkauf rund 70% mehr Geld aufwenden. Ein spürbarer Nachfragerückgang ist die Folge. 

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