30.03.2020 10:30
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
China: Schweinebestand wächst weiter
In China hat sich der Schweinebestand im Februar weiter erholt. Wie der gemeinsame Präventions- und Kontrollausschuss des Staatsrates kürzlich bei einer Pressekonferenz in Peking berichtete, nahm laut Daten aus landesweit 400 Kreisen der Zuchtsauenbestand im Februar gegenüber dem Vormonat um 1,7% zu.

Das war der fünfte monatliche Anstieg in Folge, der sich seit September 2019 insgesamt nun auf 10% beläuft. Erstmals seit dem vergangenen Herbst erhöhte sich in den grossen Betrieben mit mehr als 500 Schweinen auch die Zahl der geborenen Ferkel, und zwar um 3,4% gegenüber Januar.

Veredlungssektor nimmt Fahrt auf

Insgesamt wuchs der Schweinebestand nach Regierungsangaben im Monatsvergleich um 2,8%. Das sei saisonal untypisch, denn normalerweise nehme die Zahl der gehaltenen Schweine nach dem Frühlingsfest ab. Gute Kunde gab es auch bezüglich der Wiederaufnahme der Produktion im tierischen Veredlungssektor, die im Zuge der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gelitten hatte.

Dem chinesischen Landwirtschaftsministerium zufolge hatten bis Mitte März 87% der gut 9'700 zugelassenen Futtermittelunternehmen ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Von den Tierarzneimittelherstellern waren es 85%. Zudem wird nach Regierungsangaben bei den insgesamt 5'520 Schweineschlachtunternehmen in 87% der Betriebe wieder weitgehend normal gearbeitet.

Hoher Schlachtschweinepreis 

Normalisiert hat sich die Versorgungslage mit heimischen Schweinefleisch allerdings noch lange nicht. So wurden laut Analysten im Februar in elf grossen börsennotierten Unternehmen insgesamt 15,3 Millionen Schweine produziert, was im Vergleich zum Vorjahresmonat noch einen Rückgang von 39% bedeutete. Die chinesische Regierung bleibt jedoch bezüglich der Produktionszuwächse im weiteren Jahresverlauf optimistisch.

Neben den zahlreichen staatlichen Hilfen dürfte dazu auch die hohe Rentabilität der Schweinemast beitragen. Normalerweise liege die Gewinnschwelle bei einem Verhältnis von Schlachtschweinepreis zu Futtermittelpreis von sechs zu eins. Im Moment betrage diese Relation jedoch 18 zu eins. Der Schlachtschweinepreis in China ist in den vergangenen Wochen jedoch peu à peu gesunken. Mitte Februar waren für Tiere im Landesmittel noch 37,9 CNY/kg Lebendgewicht (5,10 Fr.) erlöst worden. Am Montag vergangener Woche waren es nur noch 35,6 CNY/kg (4,80 Fr.).

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