1.12.2018 13:45
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Drittgrösster Ferkelexporteur
Deutschland ist mit jährlich rund 11 Millionen eingeführten Ferkeln nicht nur der grösste Importeur in der Europäischen Union, sondern gleichzeitig auch der drittwichtigste Exporteur dieser Tiere. Dies geht aus einer Auswertung von offiziellen Aussenhandelsdaten für das erste Halbjahr 2018 durch den Dachverband der dänischen Land- & Ernährungswirtschaft (L&F) hervor.

Dieser macht allerdings darauf aufmerksam, dass die Daten wegen teilweise nicht erfasster Lieferungen im zollfreien Handel des Binnenmarktes unvollständig sein könnten. Nach den vorliegenden Zahlen führte Dänemark in der ersten Jahreshälfte 2018 das Ranking der EU-Exporteure mit 7,61 Millionen abgesetzten Ferkeln bis 50 kg an.

Die wichtigsten Abnehmer waren Deutschland mit 3,40 Millionen Tieren und Polen mit 3,33 Millionen Stück. An zweiter Position rangierte die Niederlande mit 4,27 Millionen ausgeführten Ferkeln, die rund zur Hälfte nach Deutschland gingen. Umfangreiche Lieferungen von 777'900 Jungschweinen gingen zudem nach Spanien und 551'400 Stück ins Nachbarland Belgien.

Für Deutschland wird in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres eine Ausfuhr von 1,03 Millionen Ferkel angegeben. Die meisten davon, nämlich 363'800 Stück, sind den Angaben zufolge nach Ungarn verkauft worden. Etwas überraschend - wegen der hohen Eigenproduktion - rangierte die Niederlande mit rund 133'000 Ferkeln auf Rang zwei der wichtigsten Kunden, knapp vor Rumänien mit 129'700 Tieren.

Aus den Zahlen ist nicht ersichtlich, ob beispielsweise ein niederländischer Händler in grenznahen Regionen Ferkel in Deutschland kauft, um sie dann nach Spanien oder in ein anderes Land zu exportieren. Von Bedeutung war für die Anbieter hierzulande zudem Polen, wohin von Januar bis Juni rund 116'800 Ferkel geliefert wurden. Experten zufolge werden in Osteuropa auch Tiere aus Sammeltransporten abgesetzt, die aus mehreren kleineren Partien bestehen, weshalb die Tiere „nicht so einheitlich“ sind, wie von deutschen Mästern bevorzugt. 

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