10.09.2020 10:31
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Tiergesundheit
D: Erster Fall von Schweinepest
Die Afrikanische Schweinepest ist erstmals in Deutschland nachgewiesen worden. Die für Menschen ungefährliche Tierseuche ist bei einem toten Wildschwein in Brandenburg bestätigt worden, wie Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) am Donnerstag in Berlin mitteilte

«Der Verdacht hat sich leider bestätigt», sagte sie.Der Kadaver des Wildschweins war wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt im Landkreis Spree-Neisse gefunden worden. Deutschland dürfte nun den Status als «seuchenfrei» verlieren. 

Eine Folge wären beispielsweise Exportstopps für Schweinefleisch ins Nicht-EU-Ausland, etwa nach Asien. Ein Übertreten der für Menschen ungefährlichen Tierseuche nach Deutschland wird seit längerem befürchtet. Seit Monaten kursiert sie in Polen. Im März wurde ein totes Wildschwein nur etwas mehr als zehn Kilometer vor der Grenze zu Deutschland entdeckt. Die deutschen Bauern haben nun grosse Sorgen vor wirtschaftlichen Auswirkungen.

Die Afrikanische Schweinepest hat sich in den vergangenen Jahren im Bestand der Wildschweine in Europa kontinuierlich weiter in Richtung Südwesten ausgebreitet. Im Bundesland Brandenburg wurden nach Angaben des Landesbauernverbands vom November 2019 rund 750'000 Schweine in etwa 170 Betrieben gehalten. Aus Brandenburg werden Ferkel insbesondere in andere Bundesländer und EU-Staaten exportiert.

Die Schweiz blieb bisher von der Seuche verschont. Um eine Einschleppung zu vermeiden, läuft ein Früherkennungsprogramm. Die Afrikanische Schweinepest ist eine Tierseuche, die vor einiger Zeit von Afrika nach Europa eingeschleppt wurde. Es gibt keine Impfstoffe gegen die Infektion. Für den Menschen sind die Viren ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber meist tödlich. 

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