14.01.2013 13:43
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
TV-Tipp
Die Mega-Ställe des Schweine-Barons in der Kritik
Die industrielle Schweineproduktion dehnt sich immer weiter aus, so auch in die ostdeutschen Bundesländer. Der niederländische Ferkelproduzent Adriaan Straathof wird am Montagabend in einem TV-Bericht auf WDR genauer unter die Lupe genommen. Die Vorwürfe sind gravierend.

Der niederländische Unternehmer Adriaan Straathof hat in seiner Heimat eine Ferkel- und Schweinemastproduktion im grossen Stile aufgebaut. Dieses Modell hatte er 2001 auch in Deutschland eingeführt. Die „Mega-Ställe“ stehen aber arg in der Kritik. So dürften Kontrolle die Ställe nur unter Schwierigkeiten betreten. Weiter wird kritisiert, dass die Ställe ohne Baubewilligung erstellt wurden, und sich nun mehr Tiere in den Ställen gezüchtet werden als zugelassen. Zudem beschweren sich Anwohner über massive Gerüche aus den Betrieben des Fleischriesen aus Holland.

Wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) in seinen Ausführungen zur Sendung von Montagabend schreibt, hätte die niederländischen Behörden vor zehn Jahren gingen die Behörden mit Anwälten und Polizeigewalt gegen Straathof vor. Damals lauteten die Vorwürfe: Schwarzbauten, Tierquälerei und Überbelegung der Ställe.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) forderte Politiker und Behörden Ende 2011 auf, ihren Ankündigungen endlich Taten folgen zu lassen und die Expansion agrarindustrieller Konzerne in der Schweine- und Geflügelhaltung zu stoppen. Auch andere Konzerne und Grossinvestoren wollen laut AbL die anhaltend ruinöse Überproduktionskrise im Schweinesektor ausnutzen, um nach der Verdrängung vieler mittelständischer Schweinehalter eine noch dominantere Rolle auf dem Schweinemarkt zu spielen.

Der Schweine-Baron

Ein Film von Thomas Kasper

Am Montag, 14. Januar 2013, von 22.00 Uhr bis 22.45 Uhr auf WDR.

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