15.10.2018 09:53
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweinepest
Frankreich errichtet Schutzzaun
Frankreich hat seine Präventionsmassnahmen gegen eine Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP)verstärkt. Wie das Pariser Landwirtschaftsministerium in der vergangene Woche mitteilte, wurde die Jagd in insgesamt 134 Gemeinden der besonderen Beobachtungszonen an der Grenze zu Belgien verboten, die in den Departements Ardennen, Meuse sowie Meurthe und Moselle liegen.

In der normalen Beobachtungszone, zu der neben den drei genannten auch das Departement Moselle gehört, werden die Biosicherheitsmassnahmen verschärft, wobei alle Schweinetransportfahrzeuge komplett gereinigt und desinfiziert werden müssen und alle Freilandhaltungen von Schweinen doppelt einzuzäunen sind.

Zusätzlich soll damit begonnen werden, einen ASP-Schutzzaun an der französisch-belgischen Grenze in den Gebietskörperschaften Ardennen, Meuse sowie Meurthe und Moselle zu errichten. In 41 Gemeinden der Meuse und 50 Gemeinden der Meurthe und Moselle wurde zudem der Zugang zum Wald verboten und die Forstbewirtschaftung eingestellt.

In Belgien hat sich unterdessen nach Angaben der Bundesbehörde für Lebensmittelsicherheit (AFSCA) vergangener Woche die Zahl der mit ASP infizierten Wildschweine auf 75 erhöht. Alle Fundorte lagen innerhalb des definierten Risikogebietes von 63 000 ha, in dem es laut des belgischen Bauernbundes (Boerenbond) nach Schätzungen etwa 4 000 Wildschweine geben soll.

Dort wurden bereits alle Nutzschweine vorsorglich getötet. Walloniens Landwirtschaftsminister René Collin gab am vergangenen Donnerstag bekannt, dass die dort ansässigen 60 Halter nicht nur für die gekeulten Schweine entschädigt, sondern auch längere Zeit Sonderbeihilfen von der Regionalregierung für den Produktionsausfall erhalten würden.

Eine Neueinstallung von Tieren ist den Erzeugern bis auf Weiteres verboten. Positiv wurde in der belgischen Schweinebranche aufgenommen, dass Malaysia auf Basis des Regionalisierungsprinzips wieder den Import von gefrorenem Schweinefleisch erlaubt. Zuletzt hatte das asiatische Land jährlich rund 1 500 t Schweinefleisch aus Belgien bezogen.

Es bestehe Hoffnung, so der Boerenbond, dass Südkorea und die Philippinen mit einer Abnahmemenge von zusammen 15 000 t im vergangenen Jahr folgen könnten. Zudem habe Tschechien gemäss den EU-Bestimmungen wieder auf zusätzliche Fleischkontrollen verzichtet.

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