4.05.2014 06:46
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweinemarkt
Halbe Kraft voraus am internationalen Schweinemarkt
Die weltweite Erzeugung von Schweinefleisch wird im laufenden Jahr voraussichtlich neue Rekordhöhen erklimmen; doch nicht in allen Regionen ist mit einem größeren Schlachtaufkommen zu rechnen.

Während China, Russland und Brasilien 2014 wahrscheinlich so viel Schweinefleisch produzieren werden wie niemals zuvor, dürfte das Angebot in den USA und der EU kleiner als 2013 ausfallen. Davon geht zumindest das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) in seiner aktuellen Prognose zum internationalen Fleischmarkt aus. Die Washingtoner Analysten erwarten, dass die Schweinefleischerzeugung in den von ihnen erfassten Ländern 2014 auf 110,7 Mio t steigen wird; das wären 1,25 Mio t oder 1,1 % mehr als 2013. Im Vorjahr war die globale Wachstumsrate mit 2,5 % allerdings noch mehr als doppelt so hoch.

Dabei wird man sich auch in China, dem weltweit größten Schweinefleischproduzenten, auf eine gebremste Expansion einstellen müssen. Der Rückgang der Schweinepreise und die nur noch mäßige Zunahme des Sauenbestandes dürften dort zusammen mit einem langsameren Verbrauchsanstieg die Schweinefleischerzeugung 2014 „nur“ noch um 2,4 % auf etwa 57 Mio t wachsen lassen. In relativ gleicher Größenordnung, nämlich um 2,4 % auf etwas mehr als 57,4 Mio t, sehen die Experten des USDA die Schweinefleischnachfrage in China zunehmen.

Der Bedarf an zusätzlichen Importen dürfte demnach im Vergleich zu 2013 auf 20 000 t begrenzt bleiben; insgesamt werden die chinesischen Importeure dem USDA zufolge 790 000 t Schweinefleisch von ihren internationalen Lieferanten beziehen. Zu beachten sind allerdings noch rund 445 000 t, die 2014 voraussichtlich nach Hongkong verschifft und dann größtenteils weiter nach China verkauft werden.

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