18.12.2019 11:41
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
China
Hoher Preis für Schweinefleisch
In China macht sich der deutliche Anstieg der Lebensmittelpreise als Inflationstreiber bemerkbar.

Wie das nationale Statistikamt bekanntgab, belief sich die allgemeine Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen im November 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat auf 4,5 %. Dabei mussten die Verbraucher in der Volksrepublik für Nahrungs- und Genussmittel im Schnitt 13,9 % mehr Geld ausgeben als vor zwölf Monaten; ohne Alkohol und Tabak waren es sogar 19,1 %. Preistreiber war dabei als Folge der grassierenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) vor allem Schweinefleisch, das sich innerhalb eines Jahres um 110,2 % verteuerte.

Aufgrund des grossen Gewichts dieses Produktes im Warenkorb steuerte es 2,64 Prozentpunkte beziehungsweise mehr die Hälfte zum Gesamtanstieg der Inflationsrate bei. Laut Darstellung der Pekinger Statistiker sind Schlachtschweine in China durch den Verlust von rund 40 % aller Schweine durch die ASP knapp und teuer geworden.

Historischer Rekordwert

Die Preise für schlachtreife Tiere erreichten Ende Oktober mit gut 40 CNY (5.60 Franken) je Kilogramm Lebendgewicht (LG)einen historischen Rekordwert, gaben dann aber im November um etwa 20 % nach. Im Dezember ging es zuletzt wieder leicht aufwärts, und laut jüngster Erhebungen kosteten die Schweine am vergangenen Mittwoch im Landesdurchschnitt knapp 34 CNY/kg LG (4.75 Franken); das war etwa drei Mal so viel wie vor genau einem Jahr.

Auch andere Fleischsorten - als Alternative zu Schweinefleisch - haben sich laut den Statistikern spürbar verteuert. So mussten die chinesischen Konsumenten im November gegenüber dem Vorjahresmonat für Rindfleisch 22,2 % mehr Geld ausgegeben; bei Hammelfleisch waren es 14,3 %. Insgesamt belief sich der Preisauftrieb in der Warengruppe Fleisch binnen Jahresfrist auf 74,5 %. Zudem verteuerten sich Eier um 10,1 %, während es bei Milchprodukten nur 0,7 % waren. Günstiger angeboten wurde unter den Nahrungsmitteln nur Obst, das sich um 6,8 % verbilligte. Der Grund dafür ist das grössere Angebot aufgrund einer reichlichen Ernte.

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