3.09.2019 11:10
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Italien
I: Schweinebestand gesunken
Wie ihre Berufskollegen in Deutschland und Dänemark haben auch die italienischen Schweinehalter ihre Bestände abgebaut, allerdings nicht so stark. Wie aus Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) hervorgeht, wurden zum Zähltermin im Mai 2019 insgesamt 8,64 Millionen Schweine in Italien gehalten, das waren rund 126'000 Tiere oder 1,4 % weniger als zwölf Monate zuvor.

Damit ist die Herde auf ein Fünfjahrestief gesunken. Geringere Tierzahlen wurden bei der jüngsten Erhebung - mit Ausnahme ungedeckter Jungsauen - in allen Kategorien festgestellt. So nahm die Zahl der Ferkel mit einem Gewicht von weniger als 20 kg gegenüber dem Vorjahr um 1,7 % auf knapp 2 Millionen ab.

Bei den Läufern mit einem Gewicht von 20 kg bis 50 kg war ein Rückgang von 1,6 % auf 1,54 Millionen Tiere festzustellen. Ähnlich entwickelte sich der Mastschweinebestand mit einem Minus von 1,3 % auf 5,11 Millionen Stück. Den Luxemburger Statistikern zufolge stockten die Landwirte in Italien auch ihre Sauenherde ab, im Vergleich zu anderen EU-Ländern jedoch eher moderat.

Die Zahl der weiblichen Zuchttiere insgesamt sank gegenüber der Vorjahreserhebung um 9'200 Stück beziehungsweise 1,6 % auf 578'700 Tiere. Dabei nahm der Bestand an trächtigen Tieren um 1,6 % auf 474'000 Zuchtsauen ab, bei den nicht tragenden Sauen wurde ein Minus von 1,2 % auf 104'000 Tiere verzeichnet.

Dabei wurde entgegen den sonst rückläufigen Trends für die noch nicht belegten Jungsauen ein leichtes Plus von 1,2 % auf 53'000 Tiere festgestellt. In den vergangenen fünf Jahren ist der italienische Sauenbestand recht stabil geblieben, nachdem er in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts um rund 20 % gesunken war.

Laut vorläufigen Daten von Eurostat sind die Schweineschlachtungen in Italien in den ersten fünf Monaten 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 156'000 Tiere oder 3,2 % auf 5,02 Millionen Tiere gestiegen. Die Schweinefleischerzeugung in den meldepflichtigen Schlachthöfen ging dagegen um 1,2 % auf 635'200 t zurück, was auf einen deutlichen Rückgang der Schlachtgewichte schliessen lässt. 

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