27.09.2015 10:34
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweinemarkt
Mehr Schweine in der EU
In der Europäischen Union wird den Schlachtbetrieben voraussichtlich bis mindestens Ende 2015 ein grösseres Schweineangebot zur Verfügung stehen als im Vorjahr.

Darauf deuten zumindest aktuelle Bestandszahlen des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) und Prognosen der EU-Kommission hin. Nach vorläufigen Angaben der Luxemburger Statistiker wurden in den 14 Mitgliedstaaten, für die bereits Viehzählungsdaten vorliegen und die gut 85% des EU-Gesamtbestandes repräsentieren, zum Zähltermin Mai beziehungsweise Juni 2015 insgesamt 138,8 Millionen Schweine gehalten; das waren rund 2,4 Millionen Stück oder 1,8% mehr als bei der vergleichbaren Erhebung 2014. Damit hat sich der Bestandsaufbau in der Gemeinschaft - trotz niedriger Erzeugerpreise - noch beschleunigt, denn ein Jahr zuvor hatte sich der Zuwachs auf etwa 1,4 Millionen Tiere oder 1% belaufen.

Bei den EU-Zuchtsauen wird auf Grundlage der bisher vorliegenden Meldungen im Vorjahresvergleich ein Rückgang um 0,6% auf 11,47 Millionen Tiere ausgewiesen. Produktionsdämpfend wird sich dies laut Marktanalysten aber kaum auswirken, denn die Sauen werden immer fruchtbarer und werfen mehr Ferkel, so dass der Produktivitätszuwachs die Abnahmerate des Bestandes mehr als ausgleichen dürfte. Im ersten Halbjahr 2015 sind die Schweineschlachtungen in der Gemeinschaft bereits merklich gestiegen. Von Januar bis Juni kamen bei den meldepflichtigen Schlachtbetrieben insgesamt 126,6 Millionen Tiere an den Haken; gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 4,9 Millionen Stück oder 4,1%.

Der Schweinefleischanfall nahm sogar um 560'000 t oder 5,2% auf 11,4 Mio t zu. Die EU-Kommission geht für die zweite Jahreshälfte zwar von einem schwächeren Wachstum aus; dennoch soll sich das Schlachtaufkommen im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,7 % vergrössern. Für das letzte Jahresviertel wird mit einem Plus von 1,8% gerechnet. 

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