Sonntag, 22. Mai 2022
30.12.2021 08:50
Niederlande

NL: Trübe Aussichten für Schweinehalter

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Von: AgE

Auch für den niederländischen Schweinesektor sind die Aussichten für das nächste Kalenderjahr trüb. Zumindest die Bank ING in Amsterdam geht von keiner spürbaren Besserung der Marktlage aus.

Die Analysten begründen ihre pessimistische Prognose unter anderem mit dem weiteren Nachfrageausfall im Food Service und in der Gastronomie als Folge des erneuten Corona-Lockdowns in dem Nachbarland. Der Schrumpfungstrend der niederländischen Schweinebranche dürfte nach Einschätzung der ING-Experten mittlerweile „unumkehrbar“ sein.

Immer weniger Schweinehalter seien aufgrund der strengen Stickstoffpolitik der Haager Regierung in der Lage, Investitionen zu tätigen. Ausserdem bestehe ein Mangel an Hofnachfolgern. Der Bank zufolge verfehlten die Gewinne der niederländischen Mastschweinehalter in den ersten acht Monaten 2021 den langjährigen Durchschnitt um mehr als ein Viertel.

Grund sei vor allem die Drosselung von Chinas Schweinefleischimporten im Zuge von Störungen in der Logistikkette gewesen. Erschwerend hinzugekommen sei der coronabedingte Nachfragerückgang. Ausserdem seien die Futtermittelkosten in diesem Jahr so hoch wie zuletzt 2013 gewesen. Daneben wird der Markt laut den Analysten noch durch die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland gestört.

Die Banker verweisen auf die relativ große Exportabhängigkeit der europäischen Schweinefleischanbieter; diese habe in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen und zu einer strukturellen Überproduktion von Schweinefleisch geführt. Zur Ferkelerzeugung stellen die Amsterdamer Fachleute fest, dass die Gewinne der betreffenden Betriebe in der zweiten Jahreshälfte stark eingebrochen seien.

Bereits der Jahresstart sei wegen niedriger Erzeugerpreise schlecht gewesen. Zudem drückten die sehr hohen Futtermittelpreise auf die Marge. Der mittlere Gewinn der niederländischen Sauenhalter sei im Zeitraum Januar bis August 2021 im Vorjahresvergleich um 60 % gesunken, der langjährige Durchschnitt damit um 20 % verfehlt worden. 

 

 

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