7.12.2014 08:54
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweinemarkt
Preisabschläge am EU-Schweinemarkt
Anfang Dezember ist es am Schlachtschweinemarkt der Europäischen Union zu weiteren Preisabschlägen gekommen; allerdings mussten nicht alle Mäster Erlöseinbussen hinnehmen.

In Deutschland senkte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am vergangenen Mittwoch ihre Leitnotierung um 4 Cent/kg auf 1,32 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) und gab als Grund das zu reichliche Schweineangebot und den Druck der Schlachtbetriebe an. Im benachbarten Belgien ging es daraufhin bei der Danis-Gruppe mit dem zuschlagslosen Basispreis um 3 Cent/kg auf nur noch 0,90 Euro/kg Lebendgewicht (LG) nach unten.

Am französischen Marché du Porc lag der Durchschnittspreis bei der Schweineauktion am vergangenen Donnerstag um 2,4 Cent/kg SG unter dem Vorwochenniveau und in Spanien sank die nationale Leitnotierung um 2,5 Cent/kg LG. Dagegen stemmte sich der Verband landwirtschaftlicher Veredlungsproduzenten (VLV) in Österreich erfolgreich gegen den Negativtrend und ließ seine Notierung aufgrund des dort geräumten Marktes mit 1,42 Euro/kg SG unverändert. Auch den dänischen Mästern werden aktuell stabile Preise gezahlt.

In der gesamten EU wurden laut EU-Kommission in der Woche zum 30. November Schlachtschweine in der Handelsklasse E im Schnitt mit 139,78 Euro/100 kg SG abgerechnet. Im Vorwochenvergleich entsprach dies einem Minus von 1,05 Euro oder 0,8 %; der Rückstand auf den Vorjahrespreis betrug 17,9 %. Ende November mussten vor allem die deutschen und niederländischen Schweinevermarkter überdurchschnittliche Erlöseinbußen von 1,6 % beziehungsweise 1,7 %verkraften; in Polen ging es um 1,3 % nach unten. Moderater fielen die Abschläge in Frankreich mit 0,8 % und in Österreich mit 0,5 % aus. In Spanien und Portugal wurden unveränderte Preise gezahlt, während Schweden, Finnland, Bulgarien und vor allem Rumänien anziehende Notierungen meldeten.

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