1.12.2019 13:47
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
China
Rekord bei Schweinefleisch-Import
Das chinesische Handelsministerium erwartet, dass die Volksrepublik in diesem Jahr mehr als 3 Mio. t Schweinefleisch und Nebenprodukte importieren wird. Die gesamten Fleischimporte sollen mehr als 6 Mio. t betragen, sagte ein Behördensprecher laut Reuters und Dow Jones News.

Die Schätzung steht demnach im Einklang mit einer Prognose der Rabobank, die für dieses Jahr Einfuhren in Höhe von 3,1 bis 3,3 Mio. t erwartet, was den Rekord aus dem Jahr 2016 übertreffen würde. Wie berichtet, steigen Chinas Fleischimporte vor allem deshalb, weil der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) die Schweinebestände des Landes um rund die Hälfte reduziert hat. 

Schweinebestände stabilisiert

Mittlerweile scheinen sich die chinesischen Schweinebestände auf einem niedrigen Niveau zu stabilisieren. Im Oktober 2019 sei die Zahl der Sauen um 0,6% gestiegen, berichtet die "South China Morning Post" unter Berufung auf Yang Zhenhai, Direktor des Veterinäramts des chinesischen Ministeriums für Landwirtschaft. Im September war die Zahl der Tiere gegenüber dem August noch um 3% zurückgegangen.

Die Regierung in Peking will die chinesische Produktion von Schweinefleisch schnell erhöhen, um weitere Preissteigerungen zu verhindern. Ziel sei es, bis zum Ende des kommenden Jahres die Gesamtzahl der Schweine auf 80% des früheren Niveaus anzuheben", berichtet die "agrarzeitung" online. Seit den ersten Ausbrüchen der ASP im April 2018 war die Zahl der Zuchtsauen und Mastschweine dramatisch gesunken und hatte einen historischen Anstieg der Preise für Schweinefleisch ausgelöst. 

Rabobank erwartet fünfjährige Erholungsphase 

Regierungsunabhängige Analysten sind jedoch davon überzeugt, dass China auch im nächsten Jahr mit einem Rückgang der Schweinepopulation und einem Anstieg der Schweinepreise rechnen muss. Es sei unwahrscheinlich, dass der Bestand an Schweinen in den letzten zwei Monaten dieses Jahres wieder wächst, sagte Pan Chenjun, Senior Analyst für tierisches Eiweiss bei der Rabobank.

Er rechnet erst Mitte 2020 mit einem stetigen Anstieg. Die Rabobank prognostiziert, dass China mehr als fünf Jahre benötigt, bis das Land in der Lage ist, die Mengen aus der Zeit vor der Schweinepest zu erzeugen. 

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