6.12.2015 10:12
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweinemarkt
Schlachtschweinepreise in der EU stabilisieren sich
Die Schlachtschweinepreise in der Europäischen Union haben Anfang Dezember kaum noch nachgegeben, sondern sich auf niedrigem Niveau stabilisiert.

Das Weihnachtsgeschäft sei in Gang gekommen und die meisten Teilstücke vom Schwein seien jetzt gut gefragt, erläuterte der Leiter der Exportabteilung von Danish Crown, Søren Tinggaard. Das gelte für den Binnenmarkt, aber auch für den Drittlandsabsatz; allerdings stünden die Preise im Chinageschäft unter Druck. Der dänische Schlachtkonzern liess seinen Auszahlungspreis für Schlachtschweine zuletzt unverändert. In Deutschland sind letzte Woche aufgrund der besseren Nachfrage die Überhänge am Schlachtschweinemarkt verschwunden.

Für eine Preisbefestigung reichte das aber nicht; die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) liess ihre Leitnotierung am vergangenen Mittwoch auf dem Niveau von 1,25 Euro/kg (1,35 Fr./kg) Schlachtgewicht (SG). In den Nachbarländern Österreich und Belgien blieben die Notierungen am vergangenen Donnerstag im Vorwochenvergleich ebenfalls stabil. In Frankreich ging es am Marché du Porc Breton mit dem Basispreis sogar um 0,2 Cent auf 1,072 Euro/kg (1,15 Fr./kg) SG nach oben. In Spanien setzte sich allerdings der Preisverfall auf dem überreichlich versorgten Markt in abgeschwächter Form fort. Am Mercolleida wurde die nationale Leitnotierung um 1 Cent auf 0,953 Euro/kg (1,03 Fr./kg) Lebendgewicht (LG) herabgesetzt. In der gesamten EU waren in der Woche zum 29. November laut EU-Kommission noch spürbare Abschläge für Schlachtschweine verzeichnet worden.

Für Tiere der Handelsklasse E wurden durchschnittlich 127,37 Euro/100 kg (137 Fr./100 kg) gezahlt. Das entsprach im Vorwochenvergleich einem Rückgang um 3,36 Euro oder 2,6%. Erlöseinbussen von mehr als 4 % mussten dabei die niederländischen und belgischen Mäster hinnehmen. In Lettland waren es sogar annähernd 6%. In Deutschland, Österreich, Frankreich und Polen bewegten sich die Abschläge in einer Spanne von 2,3% bis 3,25. Fester tendierten Ende November nur die Schlachtschweinepreise in Skandinavien: Die Erzeuger in Finnland und Schweden bekamen ihre Tiere um 0,6 % beziehungsweise 1,0 % besser als eine Woche zuvor bezahlt.

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