10.08.2018 18:16
Quelle: schweizerbauer.ch -
Fleischmarkt
Schweinefleischkonsum rückläufig
Der Fleischkonsum in der Schweiz ist insgesamt rückläufig (- 1,9%) auch Schweinefleisch wird laufend weniger gegessen. Eine marktkonforme Produktion ist beim Schweinefleisch noch nicht erreicht

Gemäss den Zahlen von Proviande ist der Fleischkonsum insgesamt rückläufig, wobei der Pro-Kopf-Konsum beim Schweinefleisch insgesamt mit lediglich 0,4 Prozent den geringsten Rückgang verzeichnete. Nicht miteingerechnet sind dabei die Einkäufe, die von Schweizern im Ausland getätigt wurden. 

In Zahlen ist der Schweinefleischkonsum pro Kopf von 25,1 kg im 2008 auf 22,2 kg im letzten Jahr gesunken. Trotz dieses Rückgangs ist Schweinefleisch mit einem Anteil von 44,5 Prozent nach wie vor das meistkonsumierte Fleisch von Herr und Frau Schweizer. Die Proviande begründet das in der Publikation «Fleischmarkt im Überblick» damit, dass Schweinefleisch kostengünstig und vielseitig einsetzbar sei. Schweinefleisch ist also nach wie vor sehr beliebt. 

Was den Schweinemarkt stärker beeinflusst, ist der hohe Inlandanteil von 96,2 Prozent im letzten Jahr. Durch diese hohe Inlandversorgung reagiert der Markt ziemlich deutlich auf die zwischenzeitliche Überproduktion. «Angebot und Nachfrage müssen ausbalanciert sein, ob sie das sind, zeigt sich in den Marktpreisen, und diese sind im vierten Jahr in Folge ungenügend» sagt Adrian Schütz von der Suisseporcs. 

Weniger ist manchmal mehr, das gilt auch für Schlachtschweine. «Eine etwas geringere Produktion und dadurch ein besserer Preis und somit ein höherer Stundenlohn wäre wünschenswert», führt Schütz aus. Auch er sieht keine Trendwende im Pro-Kopf-Konsum, eine Stabilisierung des Schweinefleischkonsums wäre jedoch schon gut. Ein weiteres Problem beim Handel von Schweinefleisch sind die unbekannten Tiefkühl-Lagerbestände. Wie bereits berichtet, kann niemand  sagen, wie hoch diese effektiv sind.

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