4.06.2017 06:12
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweine
Schweinehalter setzen auf Zusammenarbeit
Norwegen und die Schweiz sind ab sofort mit jeweils einem Vertreter im Vorstand der European Pig Producer (EPP) vertreten. Wie die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mitteilte, wurden bei der EPP-Mitgliederversammlung in Stavaner zwei neue Ländergruppen für Norwegen und die Schweiz gegründet, die nun das Netzwerk der europäischen Schweinehalter erweitern.

Erstmals fand Ende Mai der EPP-Kongress in Norwegen statt, dessen Schweineproduktion durch vergleichsweise kleine Betriebe und hohe Tierschutzstandards gekennzeichnet ist. Dabei wird der DLG zufolge auf neueste Technologien in der Schweinezucht und einen engen Erfahrungsaustausch mit der Praxis gesetzt, um die Nachhaltigkeit und die Tiergesundheit auf den Betrieben weiter zu verbessern.

Zudem führe die Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette in Norwegen zu einem engen Kontakt zwischen Produzenten und Verbrauchern. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Kongresses hätten daher auch bei den Verbraucherwünschen sowie den Möglichkeiten zur Verbesserung des im Vergleich zu anderen Fleischprodukten schlechteren Images von Schweinefleisch gelegen, berichtete die DLG.

Trends aufgreifen

Dies geschehe in Norwegen unter anderem durch die von Produzenten gegründete Fondsgesellschaft „Matprat“, die Informationen zu Eiern und Fleisch über unterschiedliche Kanäle direkt an die Verbraucher sende.

Hierbei gelte es, Trends im Lebensmittelbereich aufzugreifen und Schweinefleisch modern zu vermarkten. Untersuchungen und Befragungen hätten gezeigt, dass auch die Art der Verpackung sowie die „Geschichte“ zum Lebensmittel und dessen Produktion eine entscheidende Rolle spielten.

"Klasse statt Masse"


Es werde deshalb versucht, einen „Pigstyle“ zu entwickeln und diesen über geeignete Kampagnen zu verbreiten. Wichtig sei in Norwegen auch die Fleisch- und Schlachtkörperqualität, betonte die DLG. Nach dem Leitmotiv „Klasse statt Masse“ werde sich dabei auch modernster Prüf- und Zuchtmethoden bedient, wie zum Beispiel der genomischen Selektion, um auch kurzfristig züchterische Erfolge zu erzielen und die individuellen Märkte bedienen zu können.

So sei beispielsweise in den letzten Jahren an einer Eberlinie gearbeitet worden, die einen 40 % geringeren Ebergeruch aufweise und somit die Anforderungen der Praxis an die Ebermast erfülle.

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