18.12.2018 17:38
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz.info
China
Schweinepest: 630'000 Tiere getötet
Seit dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in China im August dieses Jahres sind mehr als 630'000 Tiere vorsorglich getötet worden. Vorbeugung und Kontrollmassnahmen hätten die gefährliche Seuche aber "unter Kontrolle" gebracht, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag.

Aus 22 Provinzen und unabhängigen Metropolen waren bisher Fälle gemeldet worden. An 38 Orten hätten die Quarantänemassnahmen schon wieder aufgehoben werden können, so die zuständige Behörde in Peking.

Taiwans Regierung äusserte Zweifel an den Berichten der chinesischen Stellen über die Situation bei der Schweinepest und forderte mehr Transparenz und Aufklärung. Der für die Beziehungen zu China zuständige Minister Chen Ming Tong meinte, die Seuche sei in der Volksrepublik noch nicht wirklich unter Kontrolle. Daher sei auch Taiwans Schweineproduktion weiter bedroht.

In China wird fast die Hälfte des weltweiten Schweinefleischs erzeugt. Die aktuellsten Zahlen weisen eine Gesamtproduktion von 55 Mio. t aus, das entspricht einem Weltmarktanteil von 46%. Gleichzeitig ist China der grösste Importeur von Schweinefleisch. Ein grosser Teil dieser Einfuhren kommt aus der EU, von Januar bis Oktober 2018 waren es rund 1,1 Mio. t, schreibt aiz.info.

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