Samstag, 22. Januar 2022
11.11.2021 07:02
Deutschland

Schweinepest-Bekämpfung nationale Aufgabe

Share on print
Share on email
Share on facebook
Share on twitter
Von: lid

Vertreter des Deutschen Bauernverbandes (DBV) sowie verschiedener Landesbauernverbände und Jagdverbände haben sich in Brandenburg nahe der polnischen Grenze über die aktuelle Lage bezüglich Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) informiert.

Die Anwesenden wiesen zudem auf die nationale Tragweite der Situation hin, wie der DBV mitteilt. Sie forderten auch mehr Engagement des Bundes.

«Die ASP-Bekämpfungsmassnahmen führen zu umfangreichen Restriktionen und Marktverwerfungen, die die schweinehaltenden Betriebe an den Rand ihrer Existenz führen. Bei der Bekämpfung der Afrikanische Schweinepest muss sich der Bund deutlich stärker engagieren», wird DBV-Veredelungspräsident Hubertus Beringmeier zitiert. Es müsse alles getan werden, damit sich die Seuche nicht weiter ausbreite.

In Deutschland gibt es bereits mehr als 2500 nachgewiesene ASP-Fälle bei Wildschweinen. Einzelne Fälle gab es auch bei Hausschweinen.

Von der Subsahara in den Norden

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) kommt in zahlreichen Ländern im subsaharischen Afrika vor. Natürliches Erreger-Reservoir der Afrikanischen Schweinepest im südlichen Afrika sind Warzenschweine, die jedoch selbst nicht erkranken. Übertragen wird das Virus durch die Lederzecke. Es kann in sämtlichen Körperflüssigkeiten und Geweben von infizierten Schweinen festgestellt werden und eine Ansteckung der Tiere ist unter anderem über den Kontakt mit infizierten Schweinen und über die Aufnahme von Schweinefleisch oder Speiseabfällen möglich.

Aus diesem Grund kann sich das Virus auch dort verbreiten, wo keine Lederzecken vorkommen. Beim akuten Verlauf der Krankheit ist die Mortalität sehr hoch. Symptome sind oft hohes Fieber der Tiere, Atembeschwerden sowie Rötungen und Verfärbungen der Haut. Infiziert werden können sowohl Wild- als auch Hausschweine.

Ist die ASP einmal ausgebrochen, hilft nur das Töten von Beständen als Gegenmassnahme. Denn eine Impfung oder Behandlung existiert nicht. Keine Gefahr stellt die Krankheit hingegen für andere Tiere und Menschen dar. Weitere Informationen gibt es auf der Website des BLV.

Mehr zum Thema
Tiere

Thomas Käslin melkt Biestmilch jeweils von Hand und bringt sie danach sofort nach Hause. - Christian ZuffereyTrudy Käslin bewahrt die Ziegen-Biestmilch in einer PET-Flasche und einer einfachen Tiefkühltruhe auf. -…

Tiere

Bei Mutterziegen muss künftig die Nutzungsart angegeben werden. - Bruno Wüthrich Halterinnen und Halter von Schafen und Ziegen müssen neu in der Tierverkehrsdatenbank die Nutzungsart der Muttertiere angeben. Der entsprechende…

Tiere

Ziegen die vor dem 1. Januar 2020 geboren wurden, müssen nicht mehr nachmarkiert werden. - Rahel BergerBeim Nachmarkieren von ausgewachsenen Ziegen kommt es nämlich häufig zu Entzündungen im Bereich der…

Tiere

Der Branchenverband Meat & Livestock Australia (MLA) geht in seiner aktuellen Prognose davon aus, dass zum Zähltermin am 30. Juni 2021 rund 70,60 Millionen Schafe gehalten wurden. - zvg In Australien ist nach langen Dürrephasen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

SCHWEIZER BAUER

DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE