13.08.2019 10:28
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Polen
Schweinepest breitet sich weiter aus
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt in Polen weiter in Richtung Westen vor. Die Veterinärbehörde registrierte allein in der Woche vom 22. bis zum 28. Juli insgesamt 28 neue ASP-Funde mit zusammen 45 Wildschweinen, von denen zwei Tiere Antikörper gegen die Seuche und damit eine Teilresistenz aufwiesen, was die Verbreitung der Krankheit im Bestand begünstigt.

Seit Jahresbeginn wurden damit landesweit insgesamt 1'444 ASP-Fälle bestätigt. Hinzu kommt, dass ein Teil der Seuchenfälle in Gegenden verzeichnet wurde, in denen die Afrikanische Schweinepest zuvor nicht aufgetreten war oder sich diese bislang auf nur wenige Einzelfälle beschränkte. Problematisch ist aus Sicht von Fachleuten insbesondere, dass die Krankheit zunehmend im Westen der Wojewodschaft Masowien auftritt und seit einem ASP-Nachweis im Landkreis Plock nur noch rund 20 km von der bisher nicht betroffenen Wojewodschaft Lódz entfernt ist.

Der bis dahin nur in der „gelben Zone“ liegende Landkreis soll nun zumindest teilweise in den Bereich der „stark gefährdeten Gebiete aufgenommen werden, was mit Einschränkungen beim Viehverkehr und erhöhten Anforderungen an die Biosicherheit verbunden ist. Für Aufsehen sorgten zuletzt auch zwei ASP-Fälle bei Wildschweinen im Karpatenvorland im Südosten des Landes.

Laut den Behördenangaben handelt es sich dabei um die ersten Nachweise der Seuche bei Wildschweinen in dieser Wojewodschaft. Im vergangenen Jahr hatte es in dieser Region jedoch mehrere ASP-Fälle in Schweinehaltungen gegeben. Wie von polnischen Fachleuten befürchtet, tritt die Afrikanische Schweinepest seit einigen Wochen auch wieder verstärkt in Stallhaltungen auf.

Die Veterinärbehörde des Landes bestätigte Mitte voriger Woche zwei neue Seuchenausbrüche auf Höfen im Süden der Wojewodschaft Lublin. In beiden Fällen handelte es sich um kleinere Betriebe mit wenigen Tieren. Kurz danach kam es allerdings zu einem größeren Ausbruch in Ermland-Masuren, von dem ein Betrieb mit mehr als 1'800 Schweinen betroffen ist. Seit Jahresbeginn summierte sich die Zahl der gekeulten Hausschweine damit auf rund 32'000 Mast- und Zuchttiere.

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