18.08.2020 11:50
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Schaffhausen
Stallbesetzung in Beringen
Am Samstagnachmittag haben in Beringen SH rund 65 Personen vor einem Schweinestall protestiert. Nach fünf Stunden haben die Tierschutzaktivisten die Aktion abgebrochen.

Gemäss Polizeiangaben haben sich die Aktivisten gegen 14.15 Uhr vor dem Stall versammelt. Die Personen, die aus verschiedensten Nationen stammen, hielten sich auf dem Vorplatz des Stalles auf. 

«Zustände dokumentieren»

Dort wiesen sie gemäss Polizei mit Plakaten, Gesängen und Ansprachen wurde auf die Werte der Organisation hin. Zusammen mit dem Protest wurden Forderungen an den Landwirt gestellt. Die Aktion verlief ruhig und friedlich. Einige Personen verschafften sich jedoch unerlaubt Zutritt in das Gebäude durch eine unverschlossene Tür. Sie setzten die Mahnwache im Büro des Hofes fort.

Die Tierschutzorganisation nennt sich gemäss einem Post auf Facebook «1individuum». Gemäss diesem Eintrag beteiligten sich 70 Personen aus 7 Ländern an der Aktion. «Es ging den Aktivisten und Aktivistinnen nicht darum, besonders schlimme Zustände zu dokumentieren, sondern die normalen Zustände in einem Labelbetrieb zu zeigen und somit auf Speziesismus aufmerksam zu machen», heisst es im Eintrag. Man wolle nicht einzelne Personen, sondern das ganzes System verurteilen.

Landwirt verzichtet auf rechtliche Schritte

Speziesismus bezeichnen die Aktivisten als die moralische Diskriminierung von Geschöpfen ausschliesslich aufgrund ihrer Artzugehörigkeit. Mit ihrer Aktion wollte «1individuum» erreichen, dass die Medien Zutritt zum Stall erhalten. Zudem wollten sie zwei bis drei Schweine retten.

Doch daraus wurde nichts. Da die gestellten Forderungen nicht erfüllt wurden, entschied sich die Organisation nach etwa fünf Stunden, die Aktion abzubrechen und die Aktivisten verliessen anschliessend die Örtlichkeit selbstständig, schreibt die Polizei. Der Landwirt verzichtet auf die Einleitung von strafrechtlichen Schritten. 

Diese Angabe der Polizei ist so nicht korrekt. Der betroffene Landwirt sagt gegenüber schweizerbauer.ch, dass er sich rechtliche Schritte gegen die Aktivitisten vorbehalte. 

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