13.02.2014 17:31
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Suisseporcs
Suisseporcs: Pfister als Präsident nominiert
Meinrad Pfister soll neuer Präsident des Schweinezucht- und Schweineproduzentenverbandes Suisseporcs werden und die Nachfolge von Ulrico Feitknecht antreten. Der Zentralvorstand hat den Luzerner am Mittwoch einstimmig nominiert. Die Wahl findet am 14. Mai 2014 im bernischen Tavannes statt.

Der in Altishofen wohnhafte Pfister bewirtschaftet einen Betrieb mit 100 Mutterschweinen und 500 Mastplätzen. Nebst der Schweineproduktion baut er Speisekartoffeln an und betreibt eine Biogasanlage.

Gut vernetzt

Meinrad Pfister präsidierte von 2005 bis 2009 die Suisseporcs-Sektion Zentralschweiz und war damit Mitglied des Zentralvorstandes. Das Amt als Verwaltungsratspräsident der Suisag (seit 2009) würde er bei einer Wahl als Präsident der Suisseporcs abgeben.

Der Zentralvorstand der Suisseporcs zeigt sich überzeugt, mit Meinrad Pfister einen gut vernetzten Schweineproduzenten nominiert zu haben, heisst es im Communiqué der Suisseporcs von Donnerstag. „Er kennt die Branche, bringt das nötige Rüstzeug mit und kann seine übrigen Tätigkeiten so organisieren, damit genügend Zeit für das Amt des Suisseporcs-Präsidium zur Verfügung steht“, heisst es weiter. Der Luzerner wird sich an sämtlichen Generalversammlungen der fünf landesweiten Sektionen vorstellen.

Vorgänger zum Rücktritt aufgefordert

Vor Pfister hatte bis im vergangenen Sommer Ulrico Feitknecht das Amt inne. Ihm wurde aber vom Zentralvorstand das Vertrauen entzogen. Er wurde zum Rücktritt aufgefordert. "Zunehmende Unstimmigkeiten in der Verbandsführung haben den Vorstand zu diesem Schritt veranlasst", lautet Anfang Juli die Begründung seitens Suisseporcs.

Feitknecht seinerseits erklärte, dass ihm der Rücktritt nicht leicht gefallen sei. Der Konfrontationskurs einiger Hardliner und die an ihn gerichtete Forderung, diesen vorbehaltslos zu folgen, konnte er nicht mehr mittragen. Zudem hätten ihm die Intrigen hinter den Kulissen eine erfolgreiche und zielführende  Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle verunmöglicht und letztlich sogar mit dem Vorstand zunehmend erschwert, liess der im Tessin wohnhafte Feitknecht in einem Communiqué Mitte Juli verlauten.

Wahl im Mai

Er befürchtete, dass die Schweinebranche nichts aus den Erfahrungen bei der Milch gelernt hätte. „Schlussendlich bezahlt die Zeche der Produzent“, betonte er.

Ob Pfister der einzige Kandidat bleibt, wird sich weisen. Schlussendlich entscheiden die Delegierten, ob der Luzerner die Nachfolge von Feitknecht antreten kann. Die Wahl wird am 14. Mai 2014 in Tavannes erfolgen. Seit Juli 2013 und bis zur nächsten Delegiertenversammlung hat Vizepräsident Andreas Johner aus Heitenrie das Präsidium der Suisseporcs interimsweise übernommen.

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