17.02.2019 15:33
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Österreich
Tierbestände sinken auf Tiefstände
Die landwirtschaftlichen Tierhalter in Österreich hatten Ende des vergangenen Jahres weniger Schweine und Rinder in ihren Ställen als zwölf Monate zuvor.

Wie die Statistik Austria auf Basis einer Stichprobenerhebung mitteilte, belief sich der Schweinebestand zum 1. Dezember 2018 auf 2,78 Millionen Tiere, das waren rund 43'500 Stück oder 1,5 % weniger als vor genau einem Jahr.

Geringer war die Zahl der gehaltenen Schweine in dem Alpenland zuletzt vor mehr als 50 Jahren. Mit Ausnahme der Mastschweine, deren Population im Vorjahresvergleich um 0,4 % zulegte, war in allen anderen Kategorien ein Bestandsminus festzustellen. So verringerte sich die Zahl der Ferkel bis 20 kg binnen Jahresfrist um 2,3 %; bei den Jungschweinen bis 50 kg ging es um 3,0 % nach unten.

Am stärksten fiel der Bestandsschwund jedoch bei den für die weitere Produktionsentwicklung wichtigen Zuchtsauen aus, deren Herde um 4,5 % auf 232'714 Tiere verkleinert wurde. Zudem gaben viele Schweinehalter die Produktion auf.

Auch weniger Rinder

Nach Angaben der Statistiker aus Wien nahm die Zahl der Schweinehalter um 1'618 oder 6,8 % auf 22'184 Betriebe ab. Weiter rückläufig war zuletzt auch die Zahl der Rinderhalter, nämlich im Vorjahresvergleich um 2,4 % auf 57'853 Betriebe. Diese hatten gegenüber Dezember 2017 zudem weniger Tiere auf ihren Höfen.

Laut Statistik Austria nahm der Gesamtbestand um 30'670 Rinder oder 1,6 % auf 1,91 Millionen Stück ab, das war der geringste Herdenumfang seit mehr als 70 Jahren. Dabei war beim Jungvieh bis zu einem Lebensjahr mit einem Minus von 0,8 % im Vorjahresvergleich noch der kleinste Rückgang festzustellen.

Schafhalter stockten auf

Die Zahl der Rinder zwischen zwölf und 24 Monaten nahm binnen Jahresfrist um 2,2 % ab, und bei den noch älteren Tieren waren es 1,7 %. Zudem trennten sich die Erzeuger vom Milchvieh, denn die Milchkuhherde war im Vergleich zum Dezember 2017 um 10'550 Tiere beziehungsweise 1,9 % auf 532'700 Stück rückläufig.

Noch stärker fiel der Bestandsabbau bei den sonstigen Kühen mit 3,2 % auf 200'475 Tiere aus. Im Unterschied zu Schweinen und Rindern stockten die Bauern in Österreich ihre Schafherden auf, der Bestand nahm binnen Jahresfrist um 1,2 % auf rund 406'340 Tiere zu. Zudem gab es mit 15'614 schafhaltenden Betrieben etwas mehr Halter als im Vorjahr. Damit setzte sich der längerfristige Trend einer wachsenden Schafhaltung in Österreich fort. 

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