3.10.2019 08:05
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
China
Wegen ASP: Schweinebestand halbiert
Chinas Schweinebestand hat sich aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im vergangenen Jahr auf 200 Mio. Tiere halbiert. Dies könnte das Schweinefleischangebot im Land noch jahrelang beeinträchtigen, sagte Pan Chenjun, eine in Hongkong ansässige Senior-Analystin für tierische Proteine der Rabobank, laut Bloomberg.

"Das Aufkommen der ASP in China im August 2018 und die darauffolgende Keulung von Schweinen haben 25% der Schweinefleischproduktion des Landes zunichte gemacht, was beispiellos ist", fügte sie hinzu. Dies habe zu einem ernsthaften Mangel an tierischem Protein geführt: Der Markt sei um 8 Mio. t geschrumpft, trotz eines erheblichen Anstiegs der Importe in diesem Jahr, berichtet Dow Jones News. 

Chinesische Konsumenten wechseln mittlerweile von Schweinefleisch zu anderen Proteinen, einschliesslich Rindfleisch, und zwar nicht nur wegen des 50- bis 80%-igen Anstiegs der Schweinefleischpreise, sondern auch wegen der Bedenken hinsichtlich seiner Qualität und Sicherheit, sagte Pan. Es könnte fünf Jahre oder länger dauern, bis China seine Schweinemastbetriebe wieder auf den Stand vor der ASP gebracht haben wird, sagte die Rabobank-Analystin.

Dennoch werde sich die Schweinefleischproduktion wahrscheinlich mittelfristig kaum erholen, da sich die Verbraucherpräferenzen der Stadtbevölkerung in Richtung anderer Fleischprodukte verschieben dürften. Laut Marktbeobachtern ist zu erwarten, dass sich die ASP weiter in Südostasien ausbreiten wird. Erst Ende der vergangenen Woche ist sie in Osttimor festgestellt worden.

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