23.07.2018 07:04
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Freiburg
Bauer wegen Tierquälerei angezeigt
Tierschützer haben auf einem Bauernhof in Gurwolf (Courgevaux) bei Murten FR Aufnahmen von stark verschmutzten Rindern gemacht. Die Organisation «Tier im Fokus» (TIF) hat bei der Freiburger Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen Tierquälerei eingereicht. Bei Kontrollen durch die Behörden gab es keine Beanstandungen.

Die Fotos auf dem Bauernhof wurden heimlich aufgenommen und dem TIF zugespielt. Die Aufnahmen stammen vom Herbst 2017 und Winter 2018. Die Rinder sind stark verschmutzt, aber nicht unterversorgt. Die Tierrechtsorganisation will nun aber gegen den im Kanton Bern wohnhaften Bauern vorgehen.

«Wir haben bei der Freiburger Staatsanwalt Strafanzeige wegen mehrfacher Tierquälerei eingereicht», sagt TIF-Präsident Tobias Sennhauser zu «20 Minuten». Er sei ein Wiederholungstäter. Gemäss der Organisation gibt es Bilder aus der Vergangenheit, die ähnliche Missstände zeigen. Der Hof wurde bereits mehrmals gemeldet.

Gemäss der Anzeigeschrift haben die Berner Behörden den Betrieb mehrfach unangemeldet überprüft. Gravierende Verstösse gegen das Tierschutzgesetz wurden aber nicht festgestellt. Der Veterinärdienst des Kantons Bern will den Betrieb weiter überwachen.

Für «Tier im Fokus» genügt das nicht. Man werde den Behörden auf die Finder schauen, sagt Sennhauser zu «20 Minuten». Die Tiere sollen künftig von unnötigen Leid verschont werden. «Rinder dürfen nicht als blosse Produktionsware behandelt werden», lässt sich Tobias Sennhauser in einem Communiuqé von Montag zitieren. In Courgevaux liess der Halter seine Rinder jedoch verwahrlosen. «Damit ist der Straftatbestand der Tierquälerei erfüllt», ist sich Sennhauser sicher. Die Tierrechtler fordern Kürzungen von Direktzahlungen.

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