30.09.2018 16:59
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Schweinegrippe
Belgien keult Nutzschweine
In Belgien werden die Massnahmen gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verschärft. Der Föderale Landwirtschaftsminister Denis Ducarme kündigte vergangene Woche an, dass alle Nutzschweine in dem 63'000 ha grossen Risikogebiet in der südbelgischen Provinz Luxemburg getötet würden, in dem bisher 15 mit ASP infizierte Wildschweine gefunden worden seien.

Wie der belgische Bauernverband (Boerenbond) berichtete, hat Ducarne dafür von der Brüsseler Kommission grünes Licht erhalten, ausserdem die Zusage für eine EU-Kofinanzierung von 50 % bei der Entschädigung der betroffenen Landwirte. Diese soll im Rahmen der Sondermassnahme zur Verhinderung der Übertragung der Infektionskrankheit auf Schweine gezahlt werden.

EU-Agrarkommissar Phil Hogan begrüsste die Nottötungen in dem belgischen Infektionsgebiet. „Wir müssen die Ausbreitung dieser Krankheit sehr ernst nehmen und sie in einigen Mitgliedstaaten noch ernster nehmen, vor allem im Hinblick auf Biosicherheitsmassnahmen", erklärte Hogan.

Hausschweine eliminieren

Nach Angaben des Boerenbond gibt es in der Risikozone 58 Schweinehalter mit insgesamt 4'150 Schweinen, darunter etwa 350 Sauen. Es handelt sich dabei um drei grössere Tierhalter; der Rest sind kleinere Betriebe.

Der Verband begrüsste ebenfalls die Massnahme, alle Hausschweine aus der Pufferzone „zu entfernen“; auch die Schlachthöfe hätten auf diesen Schritt gedrängt. Aufgrund der großen Wildschweinpopulation bestehe ansonsten die Gefahr, dass die ASP früher oder später in den Hausschweinesektor überschwappe, mit dann unberechenbaren Folgen. Die Räumung der Pufferzone sei auch ein positives Signal im Hinblick auf den Export ins Ausland. 

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE