25.03.2015 14:56
Quelle: schweizerbauer.ch - lid/blu
Bienen
Bienenschädling: Befall neu zu bekämpfende Seuche
Um die Schweizer Bienen vor dem Kleinen Beutenkäfer zu schützen, hat der Bundesrat eine Änderung der Tierseuchenverordnung beschlossen. Der Befall mit dem Käfer wird neu als zu bekämpfende Seuche eingestuft.

Mit der neuen Einstufung des Schädlings können im Falle einer Einschleppung Massnahmen getroffen werden, um seine Verbreitung zu verhindern, wie der Bundesrat heute mitteilte. Damit werden die bereits bestehenden Schutzmassnahmen – wie das Importverbot von Bienen, Hummeln sowie diversen Waren aus Sizilien und Kalabrien – verstärkt.

Der Kleine Beutenkäfer wurde 2014 aus Afrika nach Süditalien eingeschleppt und breitet sich weiter aus. Der Schädling stellt durch die jährlichen Bienenimporte aus Italien und die natürliche Ausbreitung in Richtung Norden auch für die Honigbienen- und Hummelvölker der Schweiz eine Gefahr dar, hält das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) fest.

Mit einem nationalen Programm mit Namen Apinella werden zudem Massnahmen zur Früherkennung des Kleinen Beutenkäfers ergriffen. Das Programm wird vom Veterinärdienst Schweiz in enger Zusammenarbeit mit dem Bienengesundheitsdienst und den Imkern umgesetzt.

Gefürchteter Schädling

Der Kleine Beutenkäfer ist ein gefürchteter Schädling für die Honigbienen- und Hummelvölker. Er vermehrt sich schnell: Bei günstigen Bedingungen können schon einige wenige Exemplare bedeutende Schäden an einer Bienen- oder Hummelpopulation anrichten. Die ausgewachsenen Tiere und Larven ernähren sich von Honig und Pollen, vorzugsweise jedoch von der Brut. Ist ein Bienenstock oder Hummelnest einmal befallen, ist eine Schädlingsbeseitigung nicht mehr möglich. Für den Menschen ist der Kleine Beutenkäfer nicht gefährlich. blv

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