18.03.2016 14:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Blauzungenkrankheit
Blauzungenkrankheit in Frankreich und Österreich
In Frankreich und Österreich sind in den letzten Monaten bei Wiederkäuern Fälle der Blauzungenkrankheit festgestellt worden. In der Schweiz, die zwischen 2007 und 2011 von dieser Krankheit betroffen war, beobachtet das Bundesamt für Landwirtschaft die Situation laufend.

Die Schweiz sei seit 2012 frei von der Blauzungenkrankheit und bis jetzt nicht vom aktuellen Geschehen in den umliegenden Ländern betroffen, heisst es auf der am Donnerstag aktualisierten Webseite des Bundesamt für Landwirtschaft. Der Veterinärdienst Schweiz sei mit den französischen und österreichischen Veterinärbehörden in regem Kontakt und verfolge die Entwicklung der Situation.

Die Blauzungenkrankheit ist eine nicht direkt ansteckende Infektionskrankheit bei Wiederkäuern. Die Krankheit wird durch eine Virusinfektion verursacht. Die natürlichen Überträger sind Mücken der Gattung Culicoides. Das Auftreten dieser Mücken hängt von der Temperatur ab. Temperaturen unter 12 Grad reduzieren ihre Aktivität stark. Mit den zunehmenden Temperaturen steigt deshalb in den kommenden Wochen die Wahrscheinlichkeit von Infektionen.

Die Blauzungenkrankheit trat im Oktober 2007 in der Schweiz zum ersten Mal auf. Danach wurden in der Schweiz einige Dutzend weiterer Fälle registriert. Obligatorische Impfkampagnen führten dazu, dass ab 2009 in der Schweiz und in umliegenden Ländern praktisch keine Krankheitsausbrüche mehr beobachtet wurden. Eine Ausnahme bildeten Gebiete in Mittel- und Süditalien. Seit Mitte September 2015 ist nun auch Frankreich wieder davon betroffen. Seit Oktober letzten Jahres grenzt die Sperrzone der französischen Behörden an die Schweiz.

Noch weiter entfernt ist die Krankheit in Österreich. Dort wurde das Blauzungenvirus ab Mitte November in vier Rinderbetrieben in der Steiermark und im Burgenland diagnostiziert. Stärker betroffen sind dagegen Kroatien, Bosnien und -Herzegowina, Rumänien und Ungarn.

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