1.06.2019 19:20
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Tiergesundheit
Bösartiges Katarralfieber führt rasch zum Tod
Das Bösartige Katarralfieber befällt vor allem Bisons, Wasserbüffel und Hirsche. Übertragen wird das Virus von Schafen.

Der Erreger   des Bösartigen Katarrhalfiebers ist ein Virus. Es zirkuliert laut dem Beratungs-und Gesundheitsdienst für Kleinwiederkäuer (BGK) in praktisch allen Schafherden, Schafe zeigen jedoch  keine Krankheitsanzeichen. Die Krankheit kommt sporadisch bei Rindern vor. 

Bisons hochempfänglich

Hochempfänglich sind  Bisons, Wasserbüffel oder gewisse Hirscharten. Der Übertragungsweg des Erregers vom Schaf zu diesen Tierarten ist   nicht restlos geklärt. Nach den momentanen   Erkenntnissen erfolgt die Infektion durch direkten Kontakt oder über kontaminiertes Futter oder Wasser.

Nicht in jedem Fall lässt sich ein Kontakt mit Schafen nachweisen. Vermutlich sind auch Faktoren wie die genetische Veranlagung oder das Immunsystem  beteiligt, damit es zu einem Krankheitsausbruch kommt. 

Hohes Fieber

In der Regel erkranken einzelne Rinder eines Bestandes im Alter von 6 bis 24 Monaten. Selten sind mehrere Tiere einer Herde betroffen. Inappetenz, hohes Fieber, Nasen- und Augenausfluss sowie Hornhauttrübung sind erste Anzeichen der Krankheit. Diese verläuft meist sehr heftig und führt  wenige Tage nach Auftreten erster Symptome zum Tod.

Schafe getrennt halten

Schafe und Rinder sollten  in getrennten Ställen gehalten werden, und die Beweidung derselben Parzelle sollte  nicht zeitgleich, sondern nacheinander geschehen. Bei  hochempfänglichen Tierarten müssen noch zusätzliche Massnahmen zur Verhinderung einer Virusübertragung in Betracht gezogen werden. 

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