28.05.2018 08:42
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
D: Rinderherpes festgestellt
In zwei hessischen Betrieben im Landkreis Waldeck-Frankenberg und in Hersfeld-Rotenburg sind zwölf Angus-Rinder positiv auf das hochansteckende Bovine Herpesvirus 1 (BHV1) getestet worden. Wie das Landwirtschaftsministerium in Wiesbaden mitteilte, wurden die Tiere, die noch keine äusserlichen Krankheitsanzeichen aufwiesen, umgehend geschlachtet.

Der restliche Bestand der beiden Betriebe, der bei diesem ersten Test negativ getestet worden sei, werde nun in wöchentlichen Untersuchungen überprüft. Gleiches gelte auch für Rinderhaltungen in der direkten Umgebung. Zudem würden flächendeckend die vorgeschrieben Kontrolluntersuchungen intensiviert.

Entdeckt wurde die Krankheit durch eine Routinekontrolle. Da die beiden hessischen Tierhalter Rinder aus Schottland importiert hatten, waren diese vorsorglich untersucht worden, dabei wurde die BHV1-Infektion festgestellt. Rinder aus dem Bestand waren dem Ministerium zufolge noch vor dem Befund auf einer Angus-Bundesschau in Thüringen gezeigt worden, deshalb wurden alle möglicherweise betroffenen Betriebe bundesweit informiert.

Das Wiesbadener Agrarressort wies alle rinderhaltenden Betriebe ausdrücklich darauf hin, die Biosicherheitsmaßnahmen einzuhalten, damit eine Einschleppung in den eigenen Betrieb verhindert werden könne. Dazu gehörten Schutzkleidung sowie die regelmässige Desinfektion und Reinigung von Geräten.

Für Menschen sei das Virus nicht ansteckend und völlig ungefährlich, betonte das Ministerium. Nach dessen Angaben können sich die Tierhalter an den Fachdienst Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen wenden. Betriebe, die positiv getestete Tiere schlachten müssten, würden finanziell von der Tierseuchenkasse entschädigt. 

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