2.09.2020 09:20
Quelle: schweizerbauer.ch - aiz
Tiergesundheit
D: Schweinepest abgerückt
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist mehrere Monate nach einem Ausbruch in Westpolen wieder etwas von Deutschland abgerückt.

Während im März der westlichste Fundort eines an Schweinepest gestorbenen Wildschweins in Polen etwas mehr als 10 km von der deutschen Grenze gelegen habe, liege der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens nun wieder weiter östlich, teilte das Bundesagrarministerium in Berlin laut Dow Jones News mit. Bisher seien in jener Region ausschliesslich Wildschweine betroffen. 

Statistiken des polnischen Veterinärdienstes zeigen, dass seit Anfang August in der westpolnischen Woiwodschaft Lebus bei insgesamt 37 toten Wildschweinen eine Schweinepest-Infektion festgestellt wurde. Dabei lagen die beiden westlichsten Fundorte in der Nähe des Ortes Dabie, knapp 40 km entfernt von der deutschen Grenze bei Guben in Brandenburg. Alle weiteren Fundorte lagen noch weiter östlich, zwischen 50 und 100 km entfernt von der Grenze zur BRD. 

Wegen der grenznahen Fälle im Frühjahr hatten Brandenburg und Sachsen Schutzzäune errichtet, um ein Vordringen infizierter Wildschweine über die Oder zu verhindern. Auch von polnischer Seite war zunächst der Bau eines Zauns geplant. Aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium hiess es dazu, man habe dem polnischen Agrarressort angeboten, dass Deutschland die Kosten für den Bau und den Erhalt einer Wildschweinbarriere bis 2021 tragen werde. Seitens Polen habe man dies aber nicht weiterverfolgt. 

Nach Angaben des deutschen Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit (Friedrich-Loeffler-Institut, FLI) wurden im Jahr 2020 in Polen bisher (Stand 31. August) 75 ASP-Fälle bei Hausschweinen und 3091 bei Wildschweinen gemeldet.

 

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