18.01.2019 11:03
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Tierkrankheit
Das Blauzungen-Virus «ruht»
2741 Rinder wurden letztes Jahr auf die Blauzungenkrankheit getestet. 65 von 43 Betrieben waren positiv.

Seit September  wurde schweizweit in verschiedenen Betrieben das Blauzungenvirus (BTV) nachgewiesen. Das schreibt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) im Radarbulletin. Das Virus wurde vorwiegend bei Rindern, aber auch bei Schafen gefunden. 

Die meisten Tiere sind nur leichtgradig erkrankt. Weitere Virus-Nachweise erfolgten im Rahmen des Untersuchungsprogramms, das im Oktober und November durchgeführt wurde. Von den geplanten 2900 Untersuchungen auf BTV wurden bis Ende November 2741 durchgeführt. Es waren 65 Rinder von 43 Betrieben positiv.

Seit dem 1. Dezember gilt die vektorfreie Periode. Diese dauert bis am 31. März. Untersuchungen haben gezeigt, dass während dieser Zeit kaum Mücken fliegen, die das Virus übertragen. Neuinfektionen mit der Blauzungenkrankheit sind daher unwahrscheinlich. Am 1. Dezember wurden deshalb die seuchenpolizeilichen Massnahmen in den vom Virusbefall betroffenen Tierhaltungen aufgehoben. Im Seuchenfall sind umfassende Bekämpfungsmassnahmen erforderlich. Die Blauzungenkrankheit ist eine meldepflichtige Tierseuche.

Blaue Zunge

Eine bläuliche Verfärbung im Maulbereich und an der Zunge bei Rindern und Schafen ist bei der Blauzungenkrankheit möglich. Daher kommt der Name  Blauzungenkrankheit. Typisch sind Ödeme am Kopf und an den Extremitäten. Schaumiger Speichelfluss, Nasenausfluss und Atembeschwerden sind häufig. Je nach Trächtigkeitsstadium treten Aborte und die Geburt von sogenannt «dummen» Kälbern und Lämmern auf (Hirnmissbildung). sum

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