9.09.2018 17:30
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Frankreich
F: Klima begünstigt Milzbrand
Die im französischen Département Hautes-Alpes auftretende Häufung von Milzbrandfällen ist auf klimatische Ursachen zurückzuführen. Zu diesem Schluss kommt eine kürzlich veröffentlichte Untersuchung der Generaldirektion für Ernährung (DGAL) und des Amtes für Gesundheitsschutz in Ernährung, Umwelt und Arbeit (ANSES).

Demnach sind für die Sporen des Erregers und ihre Aufnahme durch die Tiere sehr günstige klimatische Bedingungen der einzige Faktor, den die Ausbrüche im betroffenen Département gemeinsam haben. Dazu gehöre ein sehr trockener Herbst 2017, auf den kräftige Niederschläge im Frühjahr und eine Dürre im Sommer gefolgt seien. 

Dem Bericht zufolge handelt es sich also um mehrere, voneinander unabhängige Vorkommnisse, die zur gleichen Zeit aufgetreten sind. Laut den Fachleuten werden in Frankreich regelmässig Milzbranderkrankungen registriert, die in der Regel sporadisch auftreten. Pro Jahr gebe es üblicherweise bis zu fünf Fälle, aber eine Kombination aus klimatischen und geologischen Bedingungen könne zu lokal gehäuften Ausbrüchen führen, wie es in diesem Jahr geschehen sei. 

Nach Angaben der Präfektur Hautes-Alpes waren bis zum vergangenen Freitag im ganzen Département 25Ausbrüche bestätigt, alle in der Nähe der Bezirkshauptstadt Gap. Insgesamt seien 55 Tiere verendet, die meisten davon Rinder. Erkrankungen beim Menschen seien keine bekannt. Seit dem 31. August gilt eine Impfpflicht für alle Tiere in den betroffenen Gemeinden.

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