22.01.2019 07:01
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE/sum
Tierkrankheit
Frankreich rottet Wildschweine aus
Frankreich plant laut vetion.de alle Wildschweine in einer Zone entlang der belgischen Grenze auszurotten, um einen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Land zu verhindern, nachdem in Belgien neue Fälle der ASP bei Wildschweinen im Grenzgebiet aufgetreten sind.

In Frankreich ist die Furcht vor einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erheblich gestiegen. Nachdem kürzlich zwei infizierte Wildschweine ausserhalb der belgischen Sicherheitszone und nur 1 km von der französischen Grenze gefunden wurden, hat Frankreichs Landwirtschaftsminister Didier Guillaume vergangene Woche in Paris ein Krisentreffen mit allen betroffenen Akteuren einberufen. 

Das Risiko einer Einschleppung des Virus auf französischen Staatsgebiet mit all seinen negativen Folgen für den Schweinesektor sei so hoch wie nie, erklärte der Minister.  Beschlossen wurde die Einrichtung einer „weissen Zone“ von einigen Kilometern um den Fundort der zwei Kadaver, in der in den kommenden Wochen die gesamte Wildschweinepopulation ausgemerzt werden soll. Dabei werden der französische Jagdverband (FNC), das Nationale Büro für Jagd und Wildtiere (ONCFS) und das Nationale Forstwirtschaftsamt (ONF) helfen. 

In dem Hochrisikogebiet soll es verstärkte administrative Jagden und Nachtjagden mit entsprechender Ausrüstung geben. Zudem sind alle fortwirtschaftlichen Aktivitäten in der weissen Zone verboten, die ausserdem eingezäunt werden soll.  Polen plant ebenfalls die Massentötung von Wildschweinen im Land. Die Rede ist von 185'000 Tieren.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE