8.08.2019 17:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda/blu
Kontrolle
Futtermittel: 63% erfüllen Vorgaben
Die Mehrheit der Futtermittel für Nutz- und Heimtiere erfüllt die Anforderungen. Beim Nutztierfutter entsprachen knapp zwei Drittel der Proben den Vorgaben, beim Heimtierfutter rund 71 Prozent. Das haben Kontrollen von Agroscope ergeben.

Gut jede fünfte Probe der untersuchten 1472 Nutztier-Futtermittel (22 Prozent) wurde beanstandet, wie Agroscope am Donnerstag mitteilte. Gründe waren überschrittene Toleranzwerte, Abweichungen zwischen deklarierten und tatsächlich analysierten Werten und unvollständige Kennzeichnungen.

Schwere Mängel wurden bei 4 Prozent der Proben gefunden, beispielsweise ein stark abweichender Gehalt an Vitaminen oder Spurenelementen. Sechs Proben enthielten Salmonellen. Die betroffenen Futtermittel wurden vom Markt genommen. 11 Prozent der untersuchten Produkte hatten geringfügige Deklarationsfehler.

Beim Bio-Futtermittel entsprachen, ausser einem importierten Produkt, welches deklassiert werden musste, Proben (71) den Anforderungen. Die Untersuchungen auf gentechnisch veränderte Organismen GVO (323 Proben) gaben keinen Anlass zu Beanstandungen.

Von Heimtier- und Vogelfutter wurden 161 Proben untersucht. Bei knapp einem Viertel (24 Prozent) war die Deklaration fehlerhaft oder es fehlten Angaben. In fünf Proben von Vogel-Körnermischungen fanden die Kontrolleure verbotenen GVO-Raps, und eine wurde wegen Ambrosia-Samen vom Markt genommen.

«Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Sicherheit der Futtermittel und damit der Lebensmittelkette in der Schweiz weiterhin gewährleistet ist», bilanziert die Agroscope. Insgesamt wurden 396 Inspektionen in 385 Betrieben durchgeführt. «Erfreulich zu vermerken ist die Zunahme der Anzahl Proben im Vorjahresvergleich, die alle Anforderungen erfüllten», schreibt die Forschungsanstalt weiter. 

Untersucht wurden die Futtermittel auf Verunreinigungen, unerwünschte Substanzen und andere Kriterien wie etwa der Vitamin- und Spurenelementgehalt, welche für die Gesundheit der Tiere und der Konsumentinnen und Konsumenten relevant sind. 

Ziel dieser Erhebungen ist es zu verhindern, dass schädliche oder unerwünschte Substanzen verfüttert werden, welche via Lebensmittel tierischen Ursprungs auf die Teller von Konsumentinnen und Konsumenten gelangen. Zudem sollen die Kontrollen die Tierhalterinnen und Tierhalter vor Täuschung schützen, die Tiergesundheit wahren und die Umwelt schonen.

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