Samstag, 12. Juni 2021
25.05.2021 08:48
Krankheiten

Gemeinsam gegen pandemische Zoonosen

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Von: AgE

Drei Viertel aller neu auftretenden Infektionskrankheiten beim Menschen haben ihren Ursprung im Tierreich. Darauf hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)  hingewiesen. 

Diese Zoonosen hätten das Potential, Epidemien oder Pandemien auszulösen. Beispiele dafür seien Ebola, Zika, die Vogelgrippe vom Typ H5N1 und zuletzt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Covid-19. 

Die FAO hat nun auch mit Blick darauf zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ein neues, international hochrangiges Expertengremium ins Leben gerufen, das sich im Rahmen des „One Health“-Ansatzes wissenschaftlich um die Zusammenhänge zwischen der Gesundheit von Menschen, Tieren und der Umwelt kümmern wird.

Dies soll helfen, den Gesundheitsbedrohungen durch pandemische Zoonosen zu begegnen und Störungen der Agrar- und Lebensmittelsysteme zu verhindern.

Fakten analysieren

Zu den ersten Aufgaben des Gremiums wird die wissenschaftliche Analyse von Faktoren gehören, die zur Übertragung einer Krankheit vom Tier auf den Menschen und umgekehrt führen.

Die Rahmenbedingungen für eine Risikobewertung und -überwachung, die Ermittlung von Kapazitätslücken sowie die Einigung über bewährte Verfahren zur Verhinderung und Vorbereitung auf zoonotische Ausbrüche stehen ebenfalls auf der Agenda.

Dabei werden die Experten auch die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt und die Lebensräume von Wildtieren untersuchen, die zu einer Übertragung von Krankheiten führen können.

Ursachen untersuchen

«Die engen Verbindungen zwischen der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt erfordern eine enge Zusammenarbeit in solch einem internationalen Expertengremium, denn die menschliche Gesundheit existiert nicht im luftleeren Raum», erklärte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

FAO-Generaldirektor Qu Dongyu zeigte sich überzeugt, dass «das Gremium dazu beiträgt, die Ursachen für das Auftreten und die Ausbreitung von Krankheiten besser zu verstehen und durch Information der Entscheidungsträger den Schutz der Bevölkerung vor Pandemien zu verbessern». 

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