Sonntag, 24. Januar 2021
23.03.2015 17:27
IBR

IBR: Sperren aufgehoben

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Wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen am Montagnachmittag mitteilte, sind die Untersuchungen zur Rinderseuche IBR abgeschlossen. Bis auf wenige Tiere im Betrieb des Importeurs, der Rinder aus dem Tirol eingeführt hatte, sind sämtliche Testresultate der untersuchten Tiere negativ ausgefallen. Für die betroffenen Kontaktbetriebe werden die Sperren für den Tierverkehr vorzeitig aufgehoben.

Der bovine Herpesvirus führte in den vergangenen Wochen zu zahlreichen Rinderschlachtungen. Das BLV war Mitte Februar von den österreichischen Veterinärbehörden informiert worden, dass aus einem Tiroler Handelsstall mit IBR-positiven Rindern auch Tiere in die Schweiz gelangt sind. In Österreich waren damals knapp zwei Dutzend Betriebe betroffen.

Anfang März wurde die schweizweite Untersuchung auf  IBR auf rund 450 Tiere in 250 verschiedenen Tierhaltungen ausgeweitet. Grund waren drei zusätzliche, in einer ersten Untersuchung positiv getestete Rinder im Betrieb eines Importeurs in St. Gallen, der im Dezember 2014 zwei Tiere mit dem bovinen Herpesvirus importiert hatte.

Um eine mögliche Ausbreitung der Krankheit zur verhindern, wurde über den betroffenen Betrieb und über sämtliche Kontaktbetriebe eine sofortige Sperre für den Tierverkehr verhängt, schreibt das BLV. Die Nachuntersuchungen sorgen nun für Entwarnung. Sämtliche Untersuchungen dieser drei Tiere sowie jene in den gesperrten Kontaktbetrieben fielen negativ aus.

Aufgrund dieser positiven Entwicklung entschieden die kantonalen Veterinärbehörden mit dem Einverständnis des BLV, die Sperre auf den betroffenen Betrieben vorzeitig und mit sofortiger Wirkung aufzuheben.

„Dank der konsequenten Sperren und umfassenden Untersuchung konnte schnell eine Ausbreitung der Seuche in der Schweiz mit Sicherheit ausgeschlossen werden“, hält das BLV fest. Die Schweiz bleibt weiterhin IBR-frei.

IBR

IBR ist nicht heilbar. Das IBR-Virus, ein Herpes-Virus, kann bei Tieren Fehlgeburten auslösen. Er tritt vor allem bei Rindern auf und befällt die oberen Atemwege. Die Tiere bekommen hohes Fieber und Ausflüsse aus Nase und Augen. Ist ein Tier infiziert, kann sich der Erreger aber lebenslang ohne Symptome im Nervensystem der Tiere verstecken. Aus diesem Grund müssen alle infizierten Tiere getötet werden. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich.

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