Samstag, 15. Mai 2021
09.04.2021 11:49
TV

Mona Vetsch hilft bei Tierarzt mit

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Von: rup

In der neuesten Ausgabe der TV-Sendung «Mona mittendrin» auf SRF unterstützt Mona Vetsch den Tierarzt Tobias Fritsche aus Appenzell. Dabei kommt sie im OP-Saal an ihre Grenzen und hilft dabei, Kälbchen gesund auf die Welt zu bringen.

Die Thurgauer Bauerntochter und TV-Moderatorin Mona Vetsch begibt sich mit ihrer Sendung «Mona mittendrin» regelmässig auf relativ unbekanntes Gebiet. In der letzten Folge, die am Mittwoch ausgestrahlt wurde, besuchte sie im Appenzell den Tierarzt Tobias Fritsche, den Inhaber der Tierklinik Appenzell. Er kümmert sich mit seinem Team sowohl um Gross- als auch Kleintiere.

Vetsch zieht an Kälberstricken

Ganz unbekannt war Vetsch das Terrain natürlich nicht, worauf sie sich begab. Trotzdem wusste sie zu Beginn der Sendung noch nicht, dass das Indiz, welches sie zu Beginn der Sendung erhalten hatte, Kälberstricke sind. «Wenn wir Glück haben, kommen ein paar Kälber auf die Welt und du kannst mit diesen Stricken helfen», meinte Fritsche zu Vetsch. Tatsächlich sollte sie diese später brauchen.

Denn plötzlich musste alles schnell gehen und die beiden rückten auf den nächsten Betrieb in Urnäsch AR aus. Eine Kuh hatte Mühe mit dem Abkalben. «Wir haben ein Kalb das rückwärts kommt. Rückwärtsgeburten sind Risikogeburten», machte Fritsche gleich den Ernst der Sache klar. Vor Ort stellte er bald eine Steisslage fest und eine Nabelschnur, die sich zwischen den Kalbsbeinen verhedderte. Mona Vetsch konstatierte sogleich: «Und plötzlich geht es um Leben oder Tod.» Mit voller Kraft ziehen Tierarzt Fritsche und die TV-Moderatorin schliesslich das Kalb heraus. Dann die Erleichterung: Das Kalb lebt. 

Und dann sogleich die Überraschung: Ein Kalb ist nicht genug. Zwillinge kündigen sich an – das zweite ist dabei nicht viel kleiner als das erste Kalb. Auch bei diesem hilft Vetsch souverän mit ihrem Kälberstrick. Anschliessend trocknet sie es mit sauberem Stroh. Sogar Tierarzt Fritsche musste für diese anspruchsvolle Aufgabe sein ganzes Fachwissen aufbringen und zieht daher ein zufriedenes Fazit: «Ich bin ein bisschen stolz, dass ich das mit dem Nabel gemerkt habe. Das wäre eine Falle gewesen. Wenn wir da einfach vorwärts gemacht hätten, wäre das Kalb womöglich erstickt.» Es habe kurz einen Handgriff gebraucht. Ohne Chemie, ohne Medikamente. «Perfekt. Wegen dem mache ich es», so Fritsche.

«Tierärztin kein Beruf für mich»

Mehr Mühe bekundet Vetsch, als einem Hund ein Furunkel entfernt werden muss. «Ich sagte immer, ich sei für alles zu haben…», meinte Vetsch. «… ausser für Operationen. Ich kann nämlich kein Blut sehen.» Mutig stellt sie sich dennoch der Aufgabe. Selbst Fritsche meint, es sei schon gerade etwas deftig für den Einstieg.

Plötzlich wird es Vetsch schlecht und muss sich setzen. «Ich glaube Tierärztin wäre kein Beruf für mich», bekennt sie. Doch sie gibt nicht auf und kehrt kurz später wieder in den OP-Saal zurück. Vetsch unterstützt Fritsche beim Nähen der offenen Wunde.

«Auch Hund ein Nutztier»

Es geht Schlag auf Schlag und schon befinden sich die beiden auf dem nächsten Betrieb mit Holstein-Kühen und einem Laufstall. «Jede Kuh hat ein Halsband, das seine Futterzuteilung steuert», konstatiert Vetsch. Durch die genaue Datenerfassung solle auch keine Brunst verpasst werden, kommentiert Vetsch. Sie merkt kritisch an. «Die Kuh ist eigentlich dann eine gute Kuh, wenn sie das macht, was uns nützt. Nicht das was für sie eigentlich das beste wäre.» Fritsche stellt eine Gegenfrage, um sie sogleich selbst zu beantworten: «Was ist denn ein Hund? Ein Hund ist auch ein Nutztier. Er bringt einen sozialen Nutzen. Und er wird auch gefüttert und ist eingesperrt. Also nicht frei. Dann ist er noch kastriert. Und dann ist er noch zu weiss nicht wievielen Prozenten übergewichtig gefüttert durch seinen Halter.» Er verweist wieder auf die Kuh, welche nebenan steht. «Na bitteschön! Diese Kuh ist mindestens so gesund und artgerecht gehalten wie ein übergewichtiger Mops. Dass das auch einmal gesagt ist», so Fritsche bestimmt. 

Der Mensch habe die Tiere domestiziert und die Menschheit habe sich nur deshalb soweit entwickeln können, meint Fritsche. «Jetzt haben wir die Verantwortung, dass wir gut zu den Tieren schauen.» Der Hundehalter habe ebenso die Verantwortung, dass es dem Hund gut gehe, wie ein Milchviehhalter.

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