Samstag, 28. Mai 2022
21.12.2021 06:35
Forschung

Fuchsbandwurm: Neues Instrument zur Bekämpfung

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Von: lid

Eine neue standardisierte Methode weist die Verunreinigung von Lebensmitteln aus dem Schweizer Handel nach, indem sie Eier von Bandwurmparasiten isoliert und identifiziert. 

Wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) in einer Mitteilung ausführlich erklärt, ist die Echinokokkose eine Infektion von Fleischfressern, die durch Bandwürmer der Art Echinococcus multilocularis und die Infektion von Zwischenwirten, insbesondere Mäusen, sowie von Zufallswirten durch deren Larvenformen verursacht wird.

Mensch Zufallswirt

Von einer sogenannten alveolären Echinokokkose betroffen sind bei Wildtieren vor allem Fuchs und Maus, bei Haustieren der Hund und seltener die Katze. Der Mensch kann zum Zufallswirt werden. Die alveoläre Echinokokkose des Menschen ist in der Schweiz jedoch eine sehr seltene Krankheit. Jedes Jahr werden nur etwa 20 neue Fälle registriert und die Krankheit ist behandelbar.

Die Infektion erfolgt durch die Aufnahme kontaminierter Produkte, insbesondere von Salaten und Beeren, oder durch direkte Übertragung durch Kontakt mit infizierten Füchsen oder Hunden und deren Exkrementen.

In 10 von 157 Proben wurden Eier gefunden

Ein vom BLV finanziertes wissenschaftliches Projekt befasste sich mit dem Vorhandensein von Parasiteneiern in Lebensmitteln und einer möglichen Infektion über Lebensmittel. Das Ziel war, eine standardisierte Methode zu schaffen, um Parasiten in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien in pflanzlichen Produkten nachzuweisen, insbesondere E. multilocularis. Zudem sollte festgestellt werden, ob diese Eier lebensfähig sind oder nicht, also ob durch sie eine Infektion entstehen könnte.

Es wurde eine einfache Methode zur Isolierung der Eier der Zielparasiten entwickelt. Die isolierten Eier wurden anschliessend mithilfe molekularbiologischer Methoden identifiziert. Im Rahmen der Studie wurden 157 Proben von handelsüblichem Salat analysiert und in 10 Proben wurden Eier verschiedener Parasiten gefunden. Diese Eier wurden in zwei Fällen als E. multilocularis – dem sogenannten Fuchsbandwurm – identifiziert.

Möglichst gründlich waschen

Die Studie hat laut BLV gezeigt, dass Eier des Fuchsbandwurms auf im Freiland angebauten Salaten vorhanden sein können. Die Verbraucher können sich jedoch durch einfache Hygienemassnahmen vor einer Infektion durch Lebensmittel schützen, die mit Eiern des Fuchsbandwurms kontaminiert sind: Gemüse, Salate, Beeren aus Freilandkulturen, Fallobst und Waldfrüchte sollten von Erde befreit und möglichst gründlich gewaschen werden. Durch Kochen werden die Eier von Schädlingen zuverlässig abgetötet. 

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