20.12.2017 08:11
Quelle: schweizerbauer.ch - sum/sal
Tierwohl
«Nutztierzucht tierschutzkonform?»
Vergangene Woche hat Louis Schelbert (Grüne, LU) im Nationalrat eine Interpellation eingereicht mit dem Titel «Nutztierzucht tierschutzkonform?». In den letzten 40 Jahren sei die Leistung der Nutztiere extrem gesteigert worden, so Schelbert. Er verlangt vom Bundesrat Antworten.

Das Erbringen so hoher Leistungen könne Gesundheit und Verhalten der Tiere beeinträchtigen. Schelbert bittet den  Bundesrat um Beantwortung folgender Fragen:

  • «Teilt der Bundesrat die Meinung, dass Würde und Wohlergehen der Tiere auch bei deren Zucht im Mittelpunkt stehen sollen? Wie stellt er trotz fortschreitender Hochleistungszucht sicher, dass Zucht- und Reproduktionsmethoden bei den Elterntieren und deren Nachkommen keine durch das Zuchtziel bedingten oder damit verbundenen Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen verursachen (Art. 10, 1 Tierschutzgesetz)?
  • Bei Hochleistungs-Milchkühen mit 10'000 und mehr Kilo tritt zumindest in den ersten Monaten der Laktation eine stark ungenügende Nährstoffversorgung auf. Gibt es aktuelle Studien, die aufzeigen, dass diese Kühe in der Folge die verbrauchten Körperreserven wieder gut ausgleichen? 
  • Die Schweinezucht versuchte jahrelang, mit Anpassungen der Ziele der negativen Beziehung zwischen Wurfgrösse sowie Mortalität und Gesundheit von Saugferkeln entgegenzuwirken. Sind diese Bestrebungen aus Tierschutzsicht ausreichend, wenn ja weshalb? 
  • Die Haltung schnell wachsender Masthybriden soll bei der Benutzung des Aussenklimabereichs grundsätzlich den Anforderungen des Tierwohlprogrammes BTS entsprechen. Anhand welcher Kriterien prüft der Bundesrat die BTS-Tauglichkeit der eingesetzten, schnellwüchsigen Masthybriden?» 

 


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